Geführte Wohnmobil Reisen

Wohnmobil – Exkursion
Geführte Themenreise entlang der „Kupferstraße“

Auf den Spuren der Natur- und Menschheitsgeschichte  

Begleiten Sie uns mit Ihrem Wohnmobil auf unserer zwölftägigen Erkundungs-Tour entlang der „Kupferstraße“ vom Chiemgau aus über die Alpen nach Südtirol bis zum Gardasee und in die Monte Lessini.

Eine Reise mit speziellen Besichtigungen und Wanderungen unter wissenschaftlicher Leitung.

Wer wir sind

geokulturzeit Studienreisen und Exkursionen
Heidi Rüppel und Jürgen Apel

Was ist die „Kupferstraße“?

Die „Kupferstraße“ ist eine alte Handelsroute, auf der auch Ötzi, der Mann aus dem Eis, vor mehr als 5.000 Jahren unterwegs war.
Die Kupferstraße ist rund 500 km lang. Sie beginnt in den Feuersteinbrüchen in den Monte Lessini bei Verona, östlich des Gardasees, und führt von dort aus über Bozen, Meran in den Vinschgau und durch das Schnalstal weiter über den Alpenhauptkamm ins Ötz- und Inntal, bis hin zu den zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannten Pfahlbaudörfern am Mondsee und Attersee.

Entlang der „Kupferstraße“ werden Sie wunderbare Landschaften kennenlernen, Museen besuchen, archäologische Ausgrabungsstätten und Originalschauplätze, an denen urgeschichtliche Menschen gewohnt, gerastet und geschlafen haben, wo sie kultische Rituale vollzogen und Gottheiten verehrt haben und wo sie ihre Rohstoffe, wie das Kupfer, gewonnen und weiterverarbeitet haben. Darüber hinaus erfahren Sie viel über die Entstehungsgeschichte der alpinen Landschaften und die geologischen Prozesse und klimatischen Einflüsse, die die Alpen geformt haben.

Termin 
So 17. Juni 2018 – Fr 29. Juni 2018 

Programm (Änderungen vorbehalten)
1. Tag: Anreise
Eigene Anreise nach Ebersberg. Am Abend Treffen der Exkursionsteilnehmer. Kennenlernen und Besprechung des Programmablaufs für die nächsten Tage.
Übernachtung: Wohnmobil-Stellplatz beim Gasthof Huber.

2. Tag: Ebersberger Alm – Chiemsee – Mondsee (155 km) 
Tagesthema: Eiszeit, die Entstehung der Seenlandschaft und Besiedlung durch den Menschen.

Am Vormittag fahren wir zur Ebersberger Alm. Vom 35 m hohen Aussichtsturm aus hat man bei guter Sicht einen herrlichen Blick auf die Alpen und das eiszeitlich geprägte Rosenheimer Land und Inntal. Während der Eiszeit, vor rund 20.000 Jahren, waren die Alpen komplett vergletschert. Mächtige Auslassgletscherzungen breiteten sich bis weit ins Alpenvorland hinaus aus, so auch der Inn- und Chiemseegletscher. Das Eis reichte bis zur Ebersberger Alm.

Alpenvorland mit Blick zum Großvenediger
Alpenvorland mit Blick zum Großvenediger

Von der Ebersberger Alm aus geht die Fahrt weiter durch die hügelige Moränenlandschaft Richtung Wasserburg und nach Seebruck am Chiemsee, einem mit Schmelzwasser gefüllten Schurfbecken des Gletchereises. Auf dem Weg dorthin werden wir noch eine imposante Hinterlassenschaft des Eises, einen so genannten Findling aufsuchen (Gewicht: 200 Tonnen), den der große Inngletscher bis nach Edling transportiert hat.

Chiemsee bei Seebruck
Chiemsee bei Seebruck

In Seebruck unternehmen wir einen kleinen Spaziergang entlang des Seeufers und besuchen die Überreste eines römischen Räucherhauses (Darre).
Von Seebruck aus geht die Reise weiter in Richtung Mondsee (95 km).
Übernachtung: Wohnmobil-Stellplatz zwischen Mondsee und Irrsee (Bauernhof oder Campingplatz).

3. Tag: Mondsee am Mondsee – Attersee – Seewalchen (85 km)
Tagesthema: Geschichte der Pfahlbaukultur / Technologiezentrum der Kupfergewinnung und -verarbeitung

Am Vormittag besuchen wir das Pfahlbaumuseum in Mondsee. Die untergegangenen Pfahlbaudörfer von Mond- und Attersee sind 2011 zusammen mit weiteren Pfahlbaudörfern im gesamten Alpenraum zum Welterbe der UNESCO ernannt worden. Während der Jungsteinzeit, vor mehr als 5.000 Jahren, lebten an Mond- und Attersee Bauern. Neben der Landwirtschaft widmeten sich die Menschen auch der Kupfergewinnung und – verarbeitung. Das Mondseeland muss so etwas wie ein Technologiezentrum der Kupfergewinnung und -verarbeitung gewesen sein. Die Leute vom Mondsee betrieben regen Fernhandel. Die Handelsbeziehungen reichten über die Donau bis zum Schwarzen Meer.

Seewalchen am Attersee
Pavillon am Attersee
Mondseer Einbaum
Mondseer Einbaum

Am Nachmittag besuchen wir die untergegangenen Pfahlbaustationen entlang des Mond- und Attersees. Auf einer ufernahen Straße fahren wir von Mondsee aus nach Seewalchen am Attersee. Die Fahrt ist ein Erlebnis. Immer wieder hat man schöne Ausblicke und man kommt sehr nah an Mond- und Attersee heran.

Mondsee
Mondsee

Eine der Welterbestätten liegt in See, am Fuße des Schafberges – einem fossilen Riff, das während der Alpenbildung viele tausend Kilometer von der Nordküste Afrikas bis hierher verfrachtet worden ist. Hier legen wir einen Stopp ein. Leider ist von den Pfahlbaudörfern nichts mehr zu sehen. Die Überreste liegen unter Wasser.

Bei Misling sind Boots- und Badehäuser in den See hineingebaut, Holzkonstruktionen auf Pfählen. Sie vermitteln einen kleinen Eindruck davon, wie die Pfahlbauten das Seeufer hier einst säumten. In Seewalchen lassen wir den Tag ausklingen.
Rückfahrt zum Stellplatz zwischen Mondsee und Irrsee (Bauernhof oder Campingplatz).
Einkaufmöglichkeit: Am Vormittag in Mondsee.

4. Tag: Mühlbach am Hochkönig (105 km)
Tagesthema: 4.000 Jahre Bergbaugeschichte und Kupfererzgewinnung

Heute verlassen wir das Mondseeland und fahren an Salzburg, der Burg Hohenstein und dem Götschenberg vorbei zum Mitterberg nach Mühlbach am Hochkönig, der mächtigsten Kupfererzlagerstätte der Ostalpen. Über viele Jahrtausende wurde hier Erz abgebaut. Vom Mitterberg hatten auch die jungsteinzeitlichen Pfahlbauer von Mond- und Attersee mit großer Wahrscheinlichkeit ihr Erz bezogen. Am Vormittag besuchen wir das Bergbaumuseum in Mühlbach. Anschließend fahren wir hinauf zum Arthurhaus (Hotel und Gaststätte) und zu unserem Stellplatz.

Wanderung im prähistorischen Kupfererzabbaugebiet
Wanderung im prähistorischen Kupfererzabbaugebiet

Vom Arthurhaus aus unternehmen wir einen kleinen Spaziergang entlang des Erzweges. Zunächst werfen wir einen Blick in das so genannte Keltenloch, einen schräg in den Berg getriebenen bronzezeitlichen Grubenbau, wo mittels Feuersetzen das Erz gewonnen wurde. Anschließend geht es zum Murmeltierfelsen, wo seit Jahrzehnten eine Murmeltierfamilie ihr festes Quartier bezogen hat, und weiter in das prähistorische Erzabbaugebiet am Hochkeil und auf dem Troiboden, wo bei archäologischen Grabungen unter anderem ein Kupferbeil gefunden wurde, wie es der berühmte Gletschermann Ötzi bei sich trug. Hier hatten vermutlich auch die Pfahlbauer von Mondsee- und Attersee ihre Minen.
Übernachtung: Wohnmobil-Stellplatz Arthurhaus am Hochkönig (1.500 m ü.N.N.).
Einkaufmöglichkeit: In Mühlbach nach Besuch des Museums.

Arthurhaus am Hochkönig
Wohnmobil-Stellplatz am Hochkönig Arthurhaus am Hochkönig

5. Tag: Reisetag entlang der „Kupferstraße“ ins Ötztal (315 km)
Tagesthema: Stuibenfall, Felssturz zu Köfels und Längenfelder Becken

Heute setzen wir unsere Reise auf der „Kupferstraße“ fort und fahren von Mühlbach aus in Richtung Salzburg und weiter durch das Inntal, vorbei an Schwaz und Innsbruck, ins Ötztal nach Umhausen zum Felssturz zu Köfels und zum Stuibenfall, wo wir gegen Mittag ankommen werden.

Stuibenfall im Ötztal
Stuibenfall im Ötztal

Der Felssturz zu Köfels ereignete sich vor etwa 9.600 Jahren. Rund 3 Kubikkilometer Gestein stürzten vom gegenüberliegenden Berg in die Tiefe und riegelten das Ötztal auf einer Länge von circa 3 Kilometern ab. Das Wasser der Ötztaler Ache staute sich im Längenfelder Becken zu einem riesigen See. Die jungsteinzeitlichen Händler mussten diesen See umgehen. In Burgstein – wo ein Schalenstein auf einen prähistorischen Siedlungsplatz hindeutet – könnten die Händler gerastet haben und dabei einen wunderschönen Blick auf den See genossen haben. Irgendwann schaffte es die Ache, die Felssturzmassen zu durchbrechen und das Wasser des Sees floss ab. Die Maurachschlucht war entstanden, die wir durchfahren werden. Heute gibt es den See nicht mehr und das Längenfelder Becken liegt trocken und ist besiedelt.

Felssturz zu Köfels
Felssturz zu Köfels

Bevor wir unseren Campingplatz in Huben (15 km) aufsuchen, fahren wir nach Burgstein und unternehmen von der Jausenstation Siggi aus einen kleinen Spaziergang zum Schalenstein und zur 82 m langen Hängebrücke, 150 m über Tal. Von hier aus bietet sich uns ein grandioser Blick in das Längenfelder Becken und zum Köfels-Felssturz.
Übernachtung: Wohnmobil-Stellplatz auf dem Campingplatz in Huben.
Einkaufmöglichkeit: Supermarkt in Längenfeld.

6. Tag: Vent im Ötztal (60 km)
Tagesthema: Steinzeitliche Jäger und Händler

Am Vormittag fahren wir nach Vent (evtl. mit ÖVM). Hier besuchen wir zunächst das Widum und schauen uns die Naturparkausstellung an. Danach machen wir einen kleinen Dorfrundgang und besuchen die Bergsteigerkapelle.

Talleitspitze 3.408 m bei Vent
Vent im Ötztal

Nach einer Pause unternehmen wir eine gemütliche Wanderung auf dem archäologischen Wanderweg A2 in Richtung Similaun zu den Originalschauplätzen, an denen steinzeitliche Jäger und Händler gerastet und geschlafen haben (Hohler Stein) und wo sie kultische Rituale vollzogen und Gottheiten verehrt haben (Kaser).

Weg zur Martinbusch Hütte
Archäologischer Wanderweg mit der Gipfelpyramide des Similaun im Blick

Anforderung: Von Vent bis zum Hohlen Stein sind es 1,5 km (150 Höhenmeter), bis zum Kaser weitere 2 km und 100 Höhenmeter. Der Weg ist ein gut ausgebauter Fahrweg – bequem zu gehen. Die Wanderung bis zum Kaser ist optional.
Gegen Abend fahren wir zurück zum Campingplatz in Huben.
Einkaufmöglichkeit: Kaufhäusl in Vent.

7. Tag: Reisetag über den Reschenpass nach Südtirol – Naturns (160 km) 
Tagesthema: Wo hat Ötzi gelebt?

Nach dem Frühstück verlassen wir Vent und fahren über Landeck und den Reschenpass nach Südtirol bis Schloss Juval. Ab Imst folgen wir der alten Römerstraße Claudia Augusta. Kurzer Stopp am Haidersee mit Blick zum Ortler.

Heuernte am Haider See nit Ortler (3.905 m)
Blick vom Reschenpass zum Ortler (3.905 m)

Weiter geht es in den Vinschgau, vorbei am Tartscher Bühel und Vinschger Sonnenberg mit seiner einzigartigen Steppenvegetation. Schloss Juval liegt am Eingang des Schnalstales. Ankunft dort gegen Mittag. Shuttle Busse bringen uns den Burgberg hinauf zum Schloss bzw. zum Messner Mountain Museum, das wir besuchen können.

Schloss Juval - Messner Mountain Museum
Schloss Juval – Messner Mountain Museum

Vom Schloss aus unternehmen wir einen Spaziergang entlang des Schnalswaals zum Oberortlhof und zur neolithischen Grabungsstätte am Burgberg. Hier könnte Ötzi, der Mann aus dem Eis, gewohnt haben. Von der Grabungsstätte aus genießen wir einen herrlichen Blick ins Etschtal und auf die zahllosen Apfelplantagen des Vinschgaus.

Grabungsstätte am Burgberg von Schloss Juval
Grabungsstätte am Burgberg von Schloss Juval

Anschließend geht es zu Fuß oder per Shuttle Bus hinunter ins Tal, zurück zum Parkplatz am Vinschger Bauernladen. Von hier aus sind es bis zu unserem Stellplatz in Naturns nur ein paar Kilometer.
Übernachtung: Wohnmobil-Stellplatz Campingplatz Naturns (mit Schwimmbad).
Einkaufmöglichkeit:
Supermarkt in Naturns.

8. Tag: Durchs Schnalstal nach Unser Frau zum ArcheoParc – nach Vernagt  und Kurzras (26 km)
Tagesthema: „Ötzi“ – der Mann aus dem Eis und das Leben der Menschen in der Jungsteinzeit – Schaftrieb (Transhumanz)

Dieser Tag steht ganz im Zeichen von „Ötzi“. Am Vormittag besuchen wir den ArcheoParc Schnals in Unser Frau. Das Freilichtmuseum berichtet anschaulich über das Leben der Menschen der Jungsteinzeit und über Ötzis Lebensraum.

Archeoparc Schnals
Archeoparc Schnals

Gegen Mittag fahren wir nach Vernagt. Hier findet alljährlich im Herbst die Schafschoad statt. Vom türkisfarbenen Vernagt-Stausee aus könnten wir am Nachmittag einen Spaziergang hinauf zum Tisenhof, einem urigen Bergbauernhof mit Jausenstation auf 1.814 m Seehöhe unternehmen. Der Hof liegt am Eingang des Tisentals, durch das die steinzeitlichen Händler zogen, um von der Alpensüd- auf die Alpennordseite zu gelangen oder in umgekehrter Richtung. Beladen waren sie mit allerlei Handelsgütern, wie Getreide, Salz, Feuerstein und Kupfer.

Wanderung entlang des Vernagt Stausees
Wanderung entlang des Vernagt Stausees

Anforderung: Spaziergang Vernagt-Tisenhof: 1,5 km und 150 Höhenmeter (asphaltierte Fahrstraße).

Wir könnten aber auch weiter fahren nach Kurzras zu unserem Stellplatz und bei schönem Wetter am Nachmittag mit der Schnalstaler Gletscherbahn hinauf auf den Alpenhauptkamm (3.212 m) in die Nähe der Ötzi-Fundstelle (wird nicht besucht) fahren.

Ötzi-Fundstelle am Tiesenjoch
Ötzi-Fundstelle am Tiesenjoch

Übernachtung: Wohnmobil-Stellplatz Kurzras CaravanPark Schnalstal (2.000 m ü.N.N.)

9. Tag: Archeoparc in Villanders, Villanderer Alm – St. Magdalena (175 km)
Tagesthema: Siedlungsspuren aus der Steinzeit / Entstehung der Dolomiten

Heute geht es ins schöne Eisacktal, wo der Mann aus dem Eis vermutlich seine frühe Kindheit verbracht hat. Wir besuchen den Archeoparc in Villanders (mit Führung), eine der bedeutendsten archäologischen Fundstätten mit Siedlungsspuren von der Mittelsteinzeit über die Jungsteinzeit und Bronzezeit bis zur Römerzeit (110 km).

Archeoparc in Villanders
Archeoparc in Villanders

Die Mittagspause verbringen wir auf der Villanderer Alm mit Blick auf die Dolomiten und hinüber zum Brandopferplatz auf der Schlernhochfläche. Für weitere schöne Ausblicke bietet sich eine kleine Wanderung auf der Alm an.

Villanderer Alm mit Blick in die Dolomiten
Villanderer Alm mit Blick in die Dolomiten

Gegen Abend müssen wir einen Platz für die Nacht aufsuchen. Um einen guten Start für den nächsten Tag zu haben, müssen wir die Talseite noch wechseln und durch das Villnösstal nach St. Magdalene bzw. bis zur Zanser Alm fahren.

Bevor wir den Stellplatz aufsuchen, ist noch genügend Zeit für einen Abstecher nach Feldthurns zu einem frei zugänglichen kupferzeitlichen Kultplatz (Totenkult), einer megalithischen Anlage mit Steinkreisen. Anschließend fahren wir hinunter nach Brixen und unternehmen dort einen kleinen Stadtrundgang und lassen den Tag gemütlich ausklingen, evtl. bei einem Abendessen.

Brixner Dom
Brixner Dom

Der Stellpaltz im Villnösstal ist ein Wanderparkplatz. In der Regel kehrt da ab 19 Uhr erst Ruhe ein.
Übernachtung: Wanderparkplatz Zanser am Fuße der Geisler Spitzen (Wohnmobil-Stellplatz, 1.670 m ü.N.N.).
Einkaufmöglichkeit: Supermarkt in Brixen.

10. Tag:  Geisler Spitzen
Tagesthema: Geologie – urzeitliche Riffe

Abseits der Kupferstraße lassen wir es heute ruhig angehen. Wir könnten eine kleine Wanderung unterhalb der Geisler Spitzen unternehmen. Hier hat Extrembergsteiger Reinhold Messner in seiner Jugend die ersten Klettererfahrungen gesammelt.

Geisler Spitzen
Geisler Spitzen

Alternativ dazu könnten wir aber auch nur eine der in der Nähe liegenden Almen besuchen und den Blick auf die Geisler Spitzen genießen. Oder aber wir besuchen das Naturparkhaus in St. Magdalena.
Übernachtung: Wanderparkplatz Zanser Alm (Wohnmobil-Stellplatz).

11. Tag: Castelfeder – Gardasee (165 km)
Tagesthema: Pfahlbauten Fiavé 

Heute geht es zurück auf die Kupferstraße in Richtung Gardasee. Nach circa einer Stunde Fahrzeit werden wir einen Abstecher nach Castelfeder machen, ein alter Siedlungs- und Kultplatz, der bis in die Bronzezeit zurückreicht. Sicher rasteten hier auch die jungsteinzeitlichen Händler, die mit Feuersteinen aus den Monte Lessini beladen waren. Im 5. Jahrhundert errichteten die Römer hier eine Bastion zum Schutz gegen die Germanen. Die Siedlung war umgeben von einer rund 500 m langen Stadtmauer, die in ihrer Bauweise an die Stadtmauer Konstantinopels, das heutige Istanbul, erinnert. Reste dieser Mauer sind noch erhalten.

Alter Siedlungs- und Kultplatz Castelfeder
Alter Siedlungs- und Kultplatz Castelfeder

Nach einem kleinen Spaziergang über das vom Gletschereis abgeschliffene Felsplateau aus rötlichem Vulkangestein (Quarzporphyr) bietet sich uns von den Kuchelen, den Resten der Stadtmauer, ein grandioser Ausblick ins breite Etschtal und zur Salurner Klause. Ein artenreicher submediterraner Buschwald gedeiht hier prächtig. Im Schatten der Bäume lässt es sich hier auch an heißen Tagen gut aushalten. Zeit für ein Päuschen.

Area archeologica palafitte di Fiavé
Area archeologica palafitte di Fiavé

Anschließend geht unsere Tour weiter nach Süden zu den Pfahlbausiedlungen südlich der Alpen. Wir besuchen den frei zugänglichen Area archeologica palafitte di Fiavé und das Museum.
Übernachtung: Wohnmobil-Stellplatz Riva del Garda.

12. Tag: Gardasee – Monte Lessini
Heute endet unsere gemeinsame Reise auf der Kupferstraße. Nun können Sie ihre Zeit frei gestalten und bleiben vielleicht noch ein paar Tage zum Relaxen am Gardasee oder besuchen auf der Rückreise noch den „Ötzi“ im Archäologiemuseum in Bozen. Wer möchte, kann sich uns anschließen und sich mit auf die Suche nach den Feuersteinbrüchen in den Monte Lessini bei Verona begeben. Nicht nur in den untergegangenen Pfahlbausiedlungen an Mond- und Attersee wurde dieser zu Werkzeugen und Waffen verarbeitete Feuerstein gefunden, auch Ötzi trug Werkzeuge und Waffen (Pfeilspitzen) aus Feuerstein aus den Monte Lessini bei sich.

Ponte di Veja

Von Riva del Garda sind es nur ca. 50 km bis nach Sant‘Anna d‘Alfaedo. Ganz in der Nähe sollen die Feuersteinbrüche liegen.
Ende einer eindrucksvollen Reise.

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