Alpentour Kupferstraße

Alpentour entlang der Kupferstraße
Auf Ötzis Spuren von Pfahlbaudörfern bis zu Feuersteinbrüchen

Begleiten Sie uns auf unserer 15-tägigen Themenreise entlang der „Kupferstraße“ vom Chiemgau aus nach Südtirol bis zum Gardasee und in die Monti Lessini.

Wer wir sind

geokulturzeit Studienreisen und Exkursionen
Heidi Rüppel und Jürgen Apel

Auf den Spuren der Natur- und Menschheitsgeschichte

Was ist die „Kupferstraße“

Die „Kupferstraße“ ist eine alte Handelsroute, auf der auch Ötzi, der Mann aus dem Eis, vor mehr als 5.000 Jahren unterwegs war.
Die Kupferstraße ist rund 500 km lang. Sie beginnt in den Feuersteinbrüchen in den Monti Lessini bei Verona, östlich des Gardasees, und führt von dort aus über Bozen, Meran in den Vinschgau und durch das Schnalstal weiter über den Alpenhauptkamm ins Ötz- und Inntal, bis hin zu den zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannten Pfahlbaudörfern am Mondsee und Attersee.
Entlang der „Kupferstraße“ werden Sie wunderbare Landschaften kennenlernen, Museen besuchen, archäologische Ausgrabungsstätten und Originalschauplätze, an denen urgeschichtliche Menschen gewohnt, gerastet und geschlafen haben, wo sie kultische Rituale vollzogen und Gottheiten verehrt haben und wo sie ihre Rohstoffe, wie das Kupfer, gewonnen und weiterverarbeitet haben. Darüber hinaus erfahren Sie viel über die Entstehungsgeschichte der alpinen Landschaften und die geologischen Prozesse und klimatischen Einflüsse, die die Alpen geformt haben.

Keine Angst vor hohen Bergen und schmalen Straßen!
Auf unserer Tour durch die Alpen brauchen Sie keine steilen Berge besteigen und die Straßen zu den Stell- bzw. Campingplätzen sind gut ausgebaut. Die Ausflüge vor Ort unternehmen wir mit Mietbussen oder nutzen auch mal das öffentliche Verkehrsnetz. Die im Programm vorgesehenen Wanderungen werden den unterschiedlichen Ansprüchen und konditionellen Möglichkeiten gerecht (s. u. Anforderungen).

Tourtermin
15 Tage von Sonntag, 07.06. – Sonntag, 21.06.2020

Tages-Etappen (Änderungen vorbehalten)
1. Tag: Anreise
Eigene Anreise nach Erding. Am Abend Treffen der Teilnehmer. Kennenlernen und Besprechung des Programmablaufs für die nächsten Tage. Gemeinsames Abendessen.
Übernachtung: Wohnmobilpark an der Therme in Erding.

………

Alpenvorland mit Blick zum Großvenediger

2. Tag: Ebersberger Alm – Chiemsee – Mondsee
Tagesthema: Eiszeit, die Entstehung der Seenlandschaft und Besiedlung durch den Menschen

Am Vormittag fahren wir zur Ebersberger Alm. Vom 35 m hohen Aussichtsturm aus hat man bei guter Sicht einen herrlichen Blick auf die Alpen und das eiszeitlich geprägte Rosenheimer Land und Inntal. Während der Eiszeit, vor rund 20.000 Jahren, waren die Alpen komplett vergletschert. Mächtige Auslassgletscherzungen breiteten sich bis weit ins Alpenvorland hinaus aus, so auch der Inn- und Chiemseegletscher. Das Eis reichte bis zur Ebersberger Alm.

Von der Ebersberger Alm aus geht die Fahrt weiter durch die hügelige Moränenlandschaft Richtung Wasserburg und nach Seebruck am Chiemsee. Auf dem Weg dorthin werden wir noch eine imposante Hinterlassenschaft des Eises aufsuchen, einen so genannten Findling (Gewicht: 200 Tonnen).

In Seebruck legen wir einen kurzen Stopp ein und unternehmen einen kleinen Spaziergang entlang des Seeufers. Anschließend geht die Reise weiter Richtung Mondsee.

Übernachtung: Camp MondSeeLand in Mondsee/Tiefgraben.

Chiemsee bei Seebruck

………

Basilika Mondsee

3. Tag: Mondsee am Mondsee – Attersee – Seewalchen
Tagesthema: Geschichte der Pfahlbaukultur

Tagesausflug mit Bus. Am Vormittag besuchen wir das Pfahlbaumuseum in Mondsee. Die untergegangenen Pfahlbaudörfer von Mond- und Attersee sind 2011 zusammen mit weiteren Pfahlbaudörfern im gesamten Alpenraum zum Welterbe der UNESCO ernannt worden. Während der Jungsteinzeit, vor mehr als 5.000 Jahren, lebten an Mond- und Attersee Bauern. Neben der Landwirtschaft widmeten sich die Menschen auch der Kupfergewinnung und – verarbeitung. Das Mondseeland muss so etwas wie ein Technologiezentrum der Kupfergewinnung und -verarbeitung gewesen sein. Die Leute vom Mondsee betrieben regen Fernhandel. Die Handelsbeziehungen reichten über die Alpen nach Italien und über die Donau bis zum Schwarzen Meer.

Anschließend besuchen wir die untergegangenen Pfahlbaustationen entlang des Mond- und Attersees. Auf einer ufernahen Straße fahren wir von Mondsee aus nach Seewalchen am Attersee. Die Fahrt ist ein Erlebnis. Immer wieder hat man schöne Ausblicke und man kommt sehr nah an Mond- und Attersee heran. Eine der Welterbestätten liegt in See, am Fuße des Schafberges – ein fossiles Riff, das während der Alpenbildung viele tausend Kilometer von der Nordküste Afrikas bis hierher verfrachtet wurde. Hier legen wir einen Stopp ein. Leider ist von den Pfahlbaudörfern nichts mehr zu sehen. Die Überreste liegen unter Wasser. Bei Misling sind Boots- und Badehäuser in den See hineingebaut, Holzkonstruktionen auf Pfählen. Sie vermitteln einen kleinen Eindruck davon, wie die Pfahlbauten das Seeufer hier einst säumten.

Am Nachmittag unternehmen wir eine Schiffsexpedition und erkunden den nördlichen Attersee, erfahren interessante Geschichten über seine Entstehung und über die hier lebenden Perlfische, Seelauben und Armleuchteralgen. In Seewalchen tauchen wir noch einmal in die Frühgeschichte ein und staunen über originale Pfähle, Steinwerkzeuge, Pfeilspitzen und einen faszinierenden Steinzeit-Bohrapparat.
Rückfahrt zum Wohnmobil-Stellplatz auf dem Camp MondSeeLand.

Übernachtung: Camp MondSeeLand in Mondsee/Tiefgraben.

Mondsee bei See © Fotolia.com

………

Blick in die Tauern Mittelfeld Alm

4. Tag: Mühlbach am Hochkönig
Tagesthema: 4.000 Jahre Bergbaugeschichte und Kupfererzgewinnung

Heute verlassen wir das Mondseeland und fahren an Salzburg, der Burg Hohenstein und dem Götschenberg vorbei zum Mitterberg nach Mühlbach am Hochkönig, der mächtigsten Kupfererzlagerstätte der Ostalpen. Über viele Jahrtausende wurde hier Erz abgebaut. Vom Mitterberg hatten auch die jungsteinzeitlichen Pfahlbauer von Mond- und Attersee mit großer Wahrscheinlichkeit ihr Erz bezogen. In Mühlbach angekommen, besuchen wir zunächst das Bergbaumuseum. Anschließend geht es hinauf zum Arthurhaus (Hotel und Gaststätte) und zu unserem Stellplatz.

Vom Arthurhaus aus unternehmen wir eine kleine Wanderung entlang des Erzweges. Zunächst werfen wir einen Blick in das so genannte Keltenloch, einen schräg in den Berg getriebenen bronzezeitlichen Grubenbau, wo mittels Feuersetzen das Erz gewonnen wurde. Weiter geht es in das prähistorische Erzabbaugebiet am Hochkeil und auf dem Troiboden, wo bei archäologischen Grabungen unter anderem ein Kupferbeil gefunden wurde, wie es der berühmte Gletschermann Ötzi bei sich trug. Hier hatten vermutlich auch die Pfahlbauer von Mond- und Attersee ihre Minen.

Unsere Wanderung könnten wir bei schönem Wetter noch ein wenig ausdehnen und hinauf zur Mitterfelder Alm auf 1.670 m Höhe wandern (170 Höhenmeter, Gehzeit: 45 Min. vom Arthurhaus). Weite Blicke bis in die Tauern und zum Großglockner erwarten uns.
Am Abend gemeinsames Essen im Arthurhaus.

Anforderung Wanderung Erzweg: 3-4 km und 150 Höhenmeter.
Übernachtung: Wohnmobil-Stellplatz/Parkplatz Arthurhaus am Hochkönig (1.500 m ü.N.N.), ohne V/E.
Einkaufmöglichkeit: In Mühlbach.

Prähistorischen Kupfererzabbaugebiet am Hochkönig

………

Stuibenfall bei Umhausen

5. Tag: Reisetag entlang der „Kupferstraße“ ins Ötztal
Heute setzen wir unsere Reise auf der „Kupferstraße“ fort und fahren von Mühlbach aus in Richtung Salzburg und weiter durch das Inntal, vorbei an Schwaz und Innsbruck, ins Ötztal nach Huben.
Übernachtung: Ötztaler Naturcamping in Huben.
Einkaufmöglichkeit: Supermarkt in Längenfeld.

………

Vent im Ötztal

6. Tag: Vent im Ötztal
Tagesthema: Heilige Berge – afrikanischer Boden und steinzeitliche Jäger und Händler

Am Vormittag fahren wir mit dem Bus ins schöne Bergsteigerdorf Vent und unternehmen dort eine gemütliche Wanderung mit Rucksackverpflegung. Nach dem Dorfrundgang mit Besichtigung der Bergsteigerkapelle geht es auf dem archäologischen Wanderweg A2 weiter in Richtung Similaun zu den Originalschauplätzen, an denen steinzeitliche Jäger und Händler gerastet und geschlafen haben (Hohler Stein) und wo sie kultische Rituale vollzogen und Gottheiten verehrt haben (Kaser).
Anforderung Wanderung: Von Vent bis zum Hohlen Stein sind es 1,5 km (150 Höhenmeter), bis zum Kaser weitere 2,5 km und 100 Höhenmeter. Der Weg ist ein gut ausgebauter Fahrweg – bequem zu gehen.

Auf Wunsch führen wir auch einen Teil der Gruppe noch ein Stück weiter bis zur alten Schäferhütte (2.246 m). Maximale Anforderung: (7 km, 650 Hm).

Am späten Nachmittag fahren wir zurück zum Campingplatz in Huben.
Übernachtung: Ötztaler Naturcamping in Huben.

Archäologischer Wanderweg mit der Gipfelpyramide des Similaun im Blick

………

7. Tag: Ausflug zum Köfels Felssturz und Stuibenfall und nach Burgstein
Tagesthema: Felsstürze und ihre Auswirkungen

Per Bus geht es heute vom Campingplatz aus nach Umhausen zum Felssturz zu Köfels , einer der größten Felsstürze der Zentralalpen. Ereignet hatte sich der Felssturz vor etwa 9.600 Jahren. Rund 3 Kubikkilometer Gestein stürzten vom gegenüberliegenden Berg in die Tiefe und riegelten das Ötztal auf einer Länge von circa 3 Kilometern ab. Das Wasser der Ötztaler Ache staute sich im Längenfelder Becken zu einem riesigen See. Irgendwann schaffte es die Ache, die Felssturzmassen zu durchbrechen und das Wasser des Sees floss ab. Die Maurachschlucht war entstanden, die wir auf dem Weg zu unserem Campingplatz durchfahren werden. Auch in Niederthai hat sich durch die Felssturzmassen ein See gebildet. Noch heute zeugen markante Seeterassen davon. Von Niederthai aus unternehmen wir eine kleine Wanderung entlang des Horlachbaches bis zum Stuibenfall (2 km und 180 Höhenmeter bergab). Auf der Aussichtplattform stehen Sie direkt über dem Wasserfall und blicken 160 m in die Tiefe.

Anschließend fahren wir durch das Längenfelder Becken zurück nach Huben. Unterwegs unternehmen wir noch einen kurzen Abstecher hinauf nach Burgstein, von wo aus wir noch einmal einen wunderbaren Blick auf den Felssturz und das Längenfelder Becken haben. Kurzer Spaziergang bis zur Hängebrücke möglich.
Übernachtung: Ötztaler Naturcamping in Huben.

Längenfelder Becken und Felssturz zu Köfels

………

Blick vom Reschenpass zum Ortler (3.905 m)

8. Tag: Reisetag über den Reschenpass nach Südtirol – Naturns
Nach dem Frühstück verlassen wir das Ötztal und fahren über Landeck und den Reschenpass nach Südtirol. Ab Imst folgen wir der alten Römerstraße Claudia Augusta. Empfehlenswert ist ein kurzer Stopp am Haidersee mit Blick zum Ortler.
Weiter geht es in den Vinschgau, vorbei am Tartscher Bühel und Vinschger Sonnenberg mit seiner einzigartigen Steppenvegetation nach Naturns auf unseren Campingplatz. Bitte beachten Sie die Mittagsruhe auf dem Campingplatz. Von 12.30 bis 14.30 Uhr ist keine Zufahrt möglich, weil der Campingplatz geschlossen ist und das Tor sich nicht öffnet.

Übernachtung: Campingplatz Adler in Naturns.

………

Archeoparc Schnals

9. Tag: Ausflug ins Schnalstal zum ArcheoParc und Vernagt-Stausee
Tagesthema: „Ötzi“ und das Leben der Menschen in der Jungsteinzeit

Am Vormittag besuchen wir den ArcheoParc Schnals in Unser Frau (mit Führung und Vorführungen zu Fertigkeiten aus der Ötzizeit). Das Freilichtmuseum informiert anschaulich über das Leben der Menschen der Jungsteinzeit und über Ötzis Lebensraum.
Nach einer Mittagspause dort im Bistro geht es nach Vernagt, zu Fuß oder per Bus. Die Via monachorum, ein schöner Wanderweg, führt uns vom ArcheoParc aus nach Vernagt. Wir wandeln sozsuagen auf „Ötzis Spuren“ (Wanderung: 40 Minuten Gehzeit, 2 km und 220 Höhenmeter). Am türkisfarbenen Vernagt-Stausee angekommen, blicken wir von der Staumauer aus hinauf zum Tisenhof, einen Bergbauernhof auf 1.814 m Höhe. Der Hof liegt am Eingang des Tisentals, durch das Ötzi und die steinzeitlichen Händler zogen, um von der Alpensüd- auf die Alpennordseite zu gelangen oder in umgekehrter Richtung. Beladen waren sie mit allerlei Handelsgütern, wie Getreide, Salz, Feuerstein und Kupfer.
Von Vernagt aus geht es per Bus am späten Nachmittag zurück nach Naturns auf unseren Campingplatz.

Übernachtung: Campingplatz Adler in Naturns.

Wallfahrtskirche Unser Frau

………

Schloss Juval / Bergbauernhof Oberortl

10. Tag: Besuch von Schloss Juval und der archäologischen Grabungsstätte
Tagesthema: Wo hat Ötzi gewohnt?

Am Vom Campingplatz aus geht es zu Fuß oder mit unserem Tourbus zum Burgberg von Schloss Juval und zum Bauernladen. Ein Shuttle-Bus bringt uns von hier aus den Burgberg hinauf bis zum Oberortlhof. Hier ist Endstation. Den restlichen Weg zum Schloss müssen wir zu Fuß gehen (ca. 500 m/70 Höhenmeter entlang der asphaltierten Fahrstraße).

Die Führung auf Schloss Juval (Messner Moutain Museum) dauert ca. 50 Minuten. Zu beachten ist, dass das Terrain, auf dem wir uns dort bewegen, ein wenig unwegsam ist. Festes Schuhwerk ist unbedingt erforderlich!

Anschließend gehen wir wieder hinunter zum Oberortlhof, zum Schnalswaal und zur neolithischen Grabungsstätte am Burgberg. Hier könnte Ötzi, der Mann aus dem Eis, gewohnt haben. Von der Grabungsstätte aus genießen wir einen herrlichen Blick ins Etschtal und auf die zahllosen Apfelplantagen des Vinschgaus. Auf dem Oberortlhof, einem urigen Bergbauernhof von Reinhold Messner, besteht die Möglichkeit zur Einkehr. Per Shuttle-Bus geht es vom Oberortlhof aus zurück zum Parkplatz am Vinschger Bauernladen. Von hier aus ist es nur ein kurzer Fußweg bis zu unserem Campingplatz im Zentrum von Naturns. Mitfahrt auch in unserem Tourbus möglich.
Übernachtung: Campingplatz Adler in Naturns.

………

Archeoparc Villanders

11. Tag: Ausflug ins Eisacktal nach Villanders zum Archeoparc und der Villanderer Alm
Tagesthema: Siedlungsspuren aus der Steinzeit und die Entstehung der Dolomiten

Heute geht es von Naturns aus mit dem Bus ins schöne Eisacktal, wo der Mann aus dem Eis vermutlich seine frühe Kindheit verbracht hat. Wir besuchen den Archeoparc in Villanders (mit Führung), eine der bedeutendsten archäologischen Fundstätten mit Siedlungsspuren von der Mittelsteinzeit über die Jungsteinzeit und Bronzezeit bis zur Römerzeit.
Die Mittagspause verbringen wir auf der Villanderer Alm mit Blick auf die Dolomiten und hinüber zum Brandopferplatz auf der Schlernhochfläche. Für weitere schöne Ausblicke bietet sich ein kleiner Spaziergang über die Villanderer Almen in Richtung Seeberg an. Eine schöne Einkehrmöglichkeit bietet die Gasser Hütte. Am späten Nachmittag geht es zurück nach Naturns auf unseren Campingplatz.
Übernachtung: Campingplatz Adler in Naturns.

Villanderer Alm

………

Ötzis Beil und die Rekonstruktion des Mannes aus dem Eis
Ötzis Beil und die Rekonstruktion des Mannes aus dem Eis

12. Tag: Ausflug Bozen mit Besuch des Archäologiemuseums
Tagesthema: Dem Mann aus dem Eis ganz nah

Per Bus starten wir unseren Tagesausflug nach Bozen, wo wir das Archäologiemuseum besuchen werden (mit Führung) und uns den Mann aus dem Eis hinter einer Panzerglasscheibe ansehen werden. Für einen Rundgang durch Bozens Altstadt, zum Waltherplatz und berühmten Bozener Bauernmarkt, haben Sie anschließend genügend Zeit.
Am Nachmittag geht es zurück nach Naturns auf unseren Campingplatz.

Übernachtung: Campingplatz Adler in Naturns.

………

Area archeologica Palafitte Fiavè

13. Tag: Reisetag über Fiavé an den Gardasee
Tagesthema: Pfahlbauten Fiavé

Heute geht es von Naturns aus weiter auf der „Kupferstraße“ in Richtung Gardasee, vorbei an den untergegangenen Pfahlbaudörfern von Fiavè . Die Ausgrabungsstätte von Fiavè zählt zum UNESCO Weltkulturerbe der „Prähistorischen Pfahlbauten des Alpenraumes“. Die archäologischen Ausgrabungen brachten Überreste von Hütten zu Tage, die zunächst am Seeufer (3.800 bis 3.600 vor Christus) und später nach dem klassischen Pfahlbaumodell über Wasser (1.800 bis 1.500 vor Christus) errichtet wurden. Da das Museum in Fiavè noch geschlossen hat, besichtigen wir nur das Freigelände und sehen uns die aus dem Seeboden herausragenden Pfähle an. Von unserem Treffpunkt aus, dem Parkplatz am Freigelände, sind es nur wenige hundert Meter dorthin.

Von Fiavè aus geht die Reise weiter an den Gardasee. Eine atemberaubend schöne Fahrt erwartet uns.
Übernachtung: Camping Brione in Riva del Garda.

………

Gardasee

14. Tag: Ausflug in die Monti Lessini zur Ponte di Veja und der Grotte di Fumane
Tagesthema: Feuersteine und Höhlen von Neanderthalern

Heute geht es mit unserem Bus in die Monti Lessini. Zunächst fahren wir zur Ponte di Veja und zu einem Feuersteinbruch. Nicht nur in den untergegangenen Pfahlbausiedlungen an Mond- und Attersee wurde dieser zu Werkzeugen und Waffen verarbeitete Feuerstein gefunden, auch Ötzi trug Werkzeuge und Waffen (Pfeilspitzen) aus Feuerstein aus den Monti Lessini bei sich.

Anschließend besuchen wir die in der Nähe gelegene Grotta di Fumane, eine der bedeutendsten prähistorischen Ausgrabungsstätten in Europa mit Siedlungsspuren von Neanderthalern und des frühen Aurignacien – von anatomisch modernen Menschen. Seit 2005 ist die Grotte der Öffentlichkeit zugänglich. Nach Besuch der Grotte geht es zurück auf unseren Campingplatz am Gardasee. In Riva del Garda beschließen wir unsere Reise mit einem gemeinsamen Abendessen.
Übernachtung: Camping Brione in Riva del Garda.

Ponte Veja

………

Kultplatz Castelfeder

15. Tag: Heimreise
Heute heißt es Abschied nehmen. Ende unserer Reise. Eine Empfehlung für alle, die nach Norden in Richtung Brenner fahren: Halten Sie in Castelfeder, einem alten Siedlungs- und Kultplatz, der bis in die Bronzezeit zurückreicht.
Sicher rasteten hier auch schon die jungsteinzeitlichen Händler, die mit Feuersteinen aus den Monti Lessini beladen waren. Im 6. Jahrhundert errichteten die Römer hier eine Bastion zum Schutz gegen die Germanen. Die Siedlung war umgeben von einer rund 500 m langen Stadtmauer, die in ihrer Bauweise an die Stadtmauer Konstantinopels, das heutige Istanbul, erinnert. Reste dieser Mauer sind noch erhalten.
Nach einem kleinen Spaziergang über das von Gletschereis abgeschliffene Felsplateau aus rötlichem Vulkangestein (Quarzporphyr) bietet sich Ihnen von den Resten der Stadtmauer aus – den Kuchelen – ein grandioser Ausblick ins breite Etschtal und zur Salurner Klause. Ein artenreicher submediterraner Buschwald gedeiht hier prächtig. Für den Rundgang sollten Sie gut 2 Stunden einplanen.

Wer wir sind >>
Reisepreis und Infos >>
Die Tour in Bildern >

menue