Chiemgau, Salzkammergut & Pongau

Chiemgau, Salzkammergut & Pongau
Zum Chiemsee, Mond- und Attersee und nach Mühlbach am Hochkönig

Tourtermin
5 Tage vom 23.06. – 27.06.2021
5 Tage vom 07.07. – 11.07.2021

Reiseroute
Die Reise führt durch das eiszeitlich geprägte Rosenheimer Land zur Ebersberger Alm und zum 200 Tonnen schweren „Stoa“, an den Chiemsee, zum Mond- und Attersee mit der UNESCO-Welterbestätte Prähistorische Pfahlbauten und ins Mitterberger Kupfererzgebiet mit seinen bronzezeitlichen Grubenbauen und dem historischen Arthurhaus.

Chiemsee bei Seebruck

Tages-Etappen (Änderungen vorbehalten)

Mi, 1. Tag: Anreise
Eigene Anreise nach Erding. Am Abend Treffen der Teilnehmer. Kennenlernen und Besprechung des Programmablaufs für die nächsten Tage.
Übernachtung: Wohnmobilpark an der Therme in Erding.

Alpenvorland mit Blick zum Großvenediger

Do, 2. Tag: Ebersberger Alm – Chiemsee – Mondsee
Tagesthema: Eiszeit, Entstehung der Seenlandschaft und Besiedlung durch den Menschen
Am Vormittag fahren wir zur Ebersberger Alm. Vom 35 m hohen Aussichtsturm aus hat man bei guter Sicht einen herrlichen Blick auf die Alpen und das eiszeitlich geprägte Rosenheimer Land und Inntal. Während der Eiszeit, vor rund 20.000 Jahren, waren die Alpen komplett vergletschert. Mächtige Auslassgletscherzungen breiteten sich bis weit ins Alpenvorland hinaus aus, so auch der Inn- und Chiemseegletscher. Das Eis reichte bis zur Ebersberger Alm.

Chiemsee bei Seebruck

Von der Ebersberger Alm aus geht die Fahrt weiter durch die hügelige Moränenlandschaft Richtung Wasserburg und nach Seebruck am Chiemsee. Auf dem Weg dorthin werden wir noch eine imposante Hinterlassenschaft des Eises aufsuchen, einen so genannten Findling (Gewicht: 200 Tonnen).

Seebruck gilt in Fachkreisen als einer der besterforschten Römerorte in Bayern. Dort angekommen, unternehmen wir einen kleinen Spaziergang entlang des Seeufers und besuchen die Überreste eines römischen Räucherhauses. Anschließend geht die Reise weiter Richtung Mondsee.
Übernachtung: Camp MondSeeLand in Mondsee/Tiefgraben.

Mondsee bei See © Fotolia.com

Fr, 3. Tag: Mondsee am Mondsee – Attersee – Seewalchen
Tagesthema: Geschichte der Pfahlbaukultur
Tagesausflug mit Bus. Am Vormittag besuchen wir das Pfahlbaumuseum in Mondsee. Die untergegangenen Pfahlbaudörfer von Mond- und Attersee sind 2011 zusammen mit weiteren Pfahlbaudörfern im gesamten Alpenraum zum Welterbe der UNESCO ernannt worden. Während der Jungsteinzeit, vor mehr als 5.000 Jahren, lebten an Mond- und Attersee Bauern. Neben der Landwirtschaft widmeten sich die Menschen auch der Kupfergewinnung und – verarbeitung. Das Mondseeland muss so etwas wie ein Technologiezentrum der Kupfergewinnung und -verarbeitung gewesen sein. Die Leute vom Mondsee betrieben regen Fernhandel. Die Handelsbeziehungen reichten über die Alpen nach Italien und über die Donau bis zum Schwarzen Meer.

Mondsee am Mondsee

Anschließend besuchen wir die untergegangenen Pfahlbaustationen entlang des Mond- und Attersees. Auf einer ufernahen Straße fahren wir von Mondsee aus nach Seewalchen am Attersee. Die Fahrt ist ein Erlebnis. Immer wieder hat man schöne Ausblicke und man kommt sehr nah an Mond- und Attersee heran. Eine der Welterbestätten liegt in See, am Fuße des Schafberges – ein fossiles Riff, das während der Alpenbildung viele tausend Kilometer von der Nordküste Afrikas bis hierher verfrachtet wurde. Hier legen wir einen Stopp ein. Leider ist von den Pfahlbaudörfern nichts mehr zu sehen. Die Überreste liegen unter Wasser. Bei Misling sind Boots- und Badehäuser in den See hineingebaut, Holzkonstruktionen auf Pfählen. Sie vermitteln einen kleinen Eindruck davon, wie die Pfahlbauten das Seeufer hier einst säumten.

Basilika Mondsee

Am Nachmittag unternehmen wir eine Schiffsexpedition und erkunden den nördlichen Attersee, erfahren interessante Geschichten über seine Entstehung und über die hier lebenden Perlfische, Seelauben und Armleuchteralgen. In Seewalchen tauchen wir noch einmal in die Frühgeschichte ein und staunen über originale Pfähle, Steinwerkzeuge, Pfeilspitzen und einen faszinierenden Steinzeit-Bohrapparat.
Rückfahrt zum Wohnmobil-Stellplatz auf dem Camp MondSeeLand.
Übernachtung: Camp MondSeeLand in Mondsee/Tiefgraben.

Sa, 4. Tag: Mühlbach am Hochkönig
Tagesthema: 4.000 Jahre Bergbaugeschichte und Kupfererzgewinnung
Heute verlassen wir das Mondseeland und fahren an Salzburg, der Burg Hohenstein und dem Götschenberg vorbei zum Mitterberg nach Mühlbach am Hochkönig, der mächtigsten Kupfererzlagerstätte der Ostalpen. Über viele Jahrtausende wurde hier Erz abgebaut. Vom Mitterberg hatten auch die jungsteinzeitlichen Pfahlbauer von Mond- und Attersee mit großer Wahrscheinlichkeit ihr Erz bezogen. In Mühlbach angekommen, besuchen wir zunächst das Bergbaumuseum. Anschließend geht es hinauf zum Arthurhaus (Hotel und Gaststätte) und zu unserem Stellplatz.

Hochkönig
Hochkönig

Vom Arthurhaus aus unternehmen wir eine kleine Wanderung entlang des Erzweges. Zunächst werfen wir einen Blick in das so genannte Keltenloch, einen schräg in den Berg getriebenen bronzezeitlichen Grubenbau, wo mittels Feuersetzen das Erz gewonnen wurde. Weiter geht es in das prähistorische Erzabbaugebiet am Hochkeil und auf dem Troiboden, wo bei archäologischen Grabungen unter anderem ein Kupferbeil gefunden wurde, wie es der berühmte Gletschermann Ötzi bei sich trug. Hier hatten vermutlich auch die Pfahlbauer von Mond- und Attersee ihre Minen.

Je nach Kondition der Teilnehmer/innen kann die Wanderung vom Troiboden aus bis hinauf auf den Hochkeil foprtsgesetzt werden.
Am Abend gemeinsames Essen im Arthurhaus.
Anforderung Wanderung Erzweg: 3-4 km und 150 Höhenmeter.
Übernachtung: Wohnmobil-Stellplatz/Parkplatz Arthurhaus am Hochkönig (1.500 m ü.N.N.), ohne V/E.
Einkaufmöglichkeit: In Mühlbach.

So, 5. Tag: Wanderung zur Mitterfeldalm und Heimreise
Nach dem Frühstück treffen wir uns so gegen 9 Uhr und unternehmen gemeinsam eine kleine Wanderung hinauf zur Mitterfelder Alm auf 1.670 m Höhe (170 Höhenmeter, Gehzeit: 45 Min. vom Arthurhaus).
Weite Blicke bis in die Tauern und zum Großglockner erwarten uns. Auf der Mitterfeldalm endet unsere gemeinsame Tour. Zurück am Arthurhaus treten wir die Heimreise an.

Tour Blick in die Tauern, Mittelfeld Alm

Reiseinfos
Gesamtkilometer: ca. 330 km
Startpunkt: Therme Erding
Endpunkt: Mühlbach am Hochkönig

Treffpunkt
Wohnmobilpark Erding, Thermenallee
GPS N 48°17’31“, E 11°53’11“
GPS N 48.291928, E 11.886359

Teilnahme ist für Wohnmobile und Wohnwagengespanne möglich (Wohnwagengespanne nur auf Absprache). Fahrtechnisch werden durchschnittliche Anforderungen gestellt.

Für die Einreise genügen ein gültiger Personalausweis, eine Grüne Versicherungskarte, sowie ein Auslandsschutzbrief. Hunde können mitgenommen werden (ausgenommen bei Besichtigungen und Restaurantbesuchen). Bitte informieren Sie sich vor Reisebeginn beim Veterinäramt über erforderliche Impfungen.

Mindestteilnehmerzahl
Bis 4 Wochen vor Reisebeginn zu erreichende Teilnehmerzahl: 6 Personen (max. 10)

Reiseleitung
Dipl. Geographin Heidi Rüppel und Dipl. Geograph Jürgen Apel
(Natur- und Kulturgeschichte, Geographie)

Leistungen
Reiseorganisation, deutschsprachige Reisebegleitung, örtliche Führungen laut Programm.

Campingplatzgebühren
1 x Übernachtung Stellplatz Therme Erding mit V/E.
2 x Camp MondSeeLand mit Restaurant, Freibad (überdacht), Aufenthaltsraum.
1 x Übernachtung Stellplatz am Arthurhaus ohne V/E, dafür in idyllischer Lage auf 1.500 m Höhe.

Ausflugsfahrt zum Mond- und Attersee (ca. 35 km).

2 geführte Wanderungen am Hochkönig
– Entlang des Erzweges zum Troiboden (3-4 km, 150 Höhenmeter).
– Vom Arthurhaus zur Mitterfeldalm (170 Höhenmeter, Gehzeit: 45 Minuten).

Eintrittsgebühren
– Pfahlbaumuseum Mondsee
– Schiffsexpedition Attersee
– Bergbaumuseum Mühlbach

1 x gemeinsames Abendessen im Arthurhaus

Infomaterial und Tourunterlagen

Preis
695 EUR
Wohnmobil/Caravan mit 2 Personen

495 EUR
Wohnmobil/Caravan mit 1 Person

Jede weitere Person über 18 Jahre: auf Anfrage

Wichtiger Hinweis
Reiseveranstalter: geokulturzeit
UG (haftungsbeschränkt)

Änderungen vorbehalten.

Näheres zum Campingplatz:
Wir wohnen auf sehr komfortablen Campingplatz mit guter Sanitäreinrichtung, WLAN und Möglichkeiten zum Wäschewaschen.
Der Campingplatz Camp Mondseeland liegt schön ruhig und abgelegen. Es gibt hier ein Restaurant und ein kleines Schwimmbad (Freibad, überdacht), einen wunderschönen Aufenthaltsraum und einen Raum mit Waschmaschine und Trockner.

Näheres zu den Stellplätzen
Eine Übernachtung auf dem Stellplatz an der Therme Erding mit Versorgung und Entsorgung.
Einmal übernachten wir auf einem freien Stellplatz am Mitterberg im Pongau, unterhalb des Arthurhauses auf 1.500 m Höhe (ohne Stromversorgung).
Auch mal frei zu stehen, hat seinen Reiz. Besonders dann, wenn dieser Platz noch von einer atemberaubenden Bergkulisse umgeben ist, vorausgesetzt natürlich das Wetter ist gut und die Berge zeigen sich auch und sind nicht von Wolken verhangen. Aber auch diese Stimmung hat ihren Reiz und man spürt die raue Natur des Hochgebirges sehr gut.