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Geo-Erlebnisreise Dolomiten

Themenreise „Abenteuer Erdgeschichte“
Rund um Schlern – Rosengarten – Latemar – Marmolada – Sella und Geisler

Seit 2009 stehen die Dolomiten aufgrund ihrer Schönheit und Einzigartigkeit auf der Welterbeliste der UNESCO.

Lernen Sie auf dieser Reise und einer traumhaft schönen Route durch die grandiose Bergwelt der westlichen Dolomiten die Geheimnisse Südtirols und des Trentinos kennen. Es erwarten Sie spannende Zeitreisen, auf denen Sie viel über die Entstehung der Dolomiten und unseres Planeten erfahren. Gemeinsam tauchen wir ein in urzeitliche Welten, in Welten, die uns Menschen fern und doch auch sehr vertraut sind.

Lassen Sie sich ein auf das Abenteuer Erdgeschichte und Berge. Wir freuen uns auf Sie!

Keine Angst vor hohen Bergen und schmalen Straßen!
Auf unserer Tour durch die Dolomiten brauchen Sie keine steilen Berge besteigen und die Straßen zu den Stell- bzw. Campingplätzen sind gut ausgebaut. Die Ausflüge vor Ort unternehmen wir mit Mietbussen. Die im Programm vorgesehenen Wanderungen werden den unterschiedlichen Ansprüchen und konditionellen Möglichkeiten gerecht (s. u. Anforderungen).

Langkofel / Sella Pass
Langkofel / Sella Pass
 Tourtermin:
13 Tage von Sonntag, 06.09. – Freitag, 18.09.2020


Tages-Etappen (Änderungen vorbehalten)
So, 1. Tag: Anreise
Anreise nach Tisens bei Lana, südlich von Meran. Begrüßung und Kennenlernen bei einem gemeinsamen Abendessen auf dem Campingplatz in Tisens.
Übernachtung: Naturcaravanpark und Comfort Camping Tisens in Südtirol.

Mo, 2. Tag: Meran mit Spaziergang entlang der Tappeinerpromenade
Ausflug mit Bus nach Meran. Erst einmal angekommen und die Region und ihre naturräumliche Ausstattung kennen lernen. Von Gratsch aus unternehmen wir einen Spaziergang entlang des Tappeinerweges, einer der schönsten Höhenpromenaden Europas (Länge: 4 km bis Pulverturm). Der Weg weist kaum Steigungen auf. Am Pulverturm queren wir die Nahtstelle, an der Ur-Europa und Ur-Afrika vor 50 Millionen Jahren aufeinandergeprallt sind und in der Folge die Alpen herausgehoben wurden. Herrliche Ausblicke und ein Mix aus alpiner und mediterraner Vegetation erwarten uns. Vom Pulverturm aus führt ein Weg hinunter bis ins Zentrum von Meran (ca. 1 km). Hier haben Sie Zeit zur freien Verfügung. Rückfahrt am Nachmittag zum Campingplatz nach Tisens.
Übernachtung: Naturcaravanpark und Comfort Camping Tisens in Südtirol.

Tappeinerweg / Meran
Tappeinerweg / Meran

Di, 3. Tag: Erdpyramiden von Lengmoos und Bozener Bauernmarkt
Heute fahren wir mit dem Bus nach Lengmoos am Ritten und schauen uns dort die Erdpyramiden an, bizarr geformte Erdkegel aus ehemaligem Moränenmaterial eines eiszeitlichen Gletschers. Zuoberst tragen die Erdkegel einen Deckstein, zum Teil von beachtlicher Größe. Erdpyramiden gibt es auf allen Kontinenten. Die Rittner Erdpyramiden sind die höchsten Europas und die am besten ausgeformten – ein ganz beeindruckendes geologisches Naturdenkmal.

Von der Aussichtsplattform Erdpyramiden aus haben wir einen herrlichen Blick auf das Schlernmassiv. Ganz in der Nähe der Aussichtsplattform gibt es das Café Erdpyramiden.

Gegen Mittag fahren wir nach Bozen und besuchen dort den Bauernmarkt. Danach hat jeder Zeit zur freien Verfügung. Vielleicht besuchen Sie das Archäologiemuseum. Am Nachmittag geht es zurück zu unserem Campingplatz nach Tisens.
Übernachtung: Naturcaravanpark und Comfort Camping Tisens in Südtirol.

Aussichtsplattform Erdpyramiden
Aussichtsplattform Erdpyramiden

Mi, 4. Tag: Schloss Sigmundskron bei Bozen
Auch heute bleibt das Wohnmobil auf dem Campingplatz stehen. Am Vormittag fahren wir per Bus Richtung Bozen und besuchen Schloss Sigmundskron, das Herzstück der MessnerMountainMuseen. Für den Rundgang lassen wir uns Zeit (ca. 3 Std). Es gibt hier ein Café und einen herrlichen Innenhof, in dem wir bei schönem Wetter verweilen werden. Wunderbare Ein- und Ausblicke erwarten uns.

Direkt am Eingang des Schlosses und auch im Innenhof sind wunderschöne Säulen aus Bozener Quarzporphyr aufgeschlossen – ehemals pyroklastisches Gesteinsmaterial glutheißer Aschewolken, die hier vor 277 Mio. Jahren niedergegangen sind. Der Quarzporphyr ist das Gestein, was einem auf Schritt und Tritt begegnet, meist als Pflasterstein in den Fußgängerzonen der Städte. Zurück auf dem Campingplatz genießen wir am Abend unser gemeinsames Salatbuffet.
Übernachtung: Naturcaravanpark und Comfort Camping Tisens in Südtirol.

Schloss Sigmundskron bei Bozen
Schloss Sigmundskron bei Bozen

Do, 5. Tag: Kloster Weißenstein und Bletterbachschlucht – der Grand Canyon Südtirols
Heute beginnt unsere Rundfahrt durch die Dolomiten. Erstes Ziel unserer Tour ist Kloster Weißenstein. Von hier aus geht es dann zur Bletterbachschlucht, eine der großartigsten und geologisch interessantesten Schluchten Europas – ein faszinierendes Naturphänomen. Mehr als vierzig Millionen Jahre Erdgeschichte können hier im steinernen Buch der Erdgeschichte nachgelesen werden.

Kloster Weißenstein
Kloster Weißenstein

Vom Naturparkzentrum aus beginnt unsere 2,5 bis 3,5-stündige Führung durch die Schlucht mit einem Geoparkführer oder einer Geoparkführerin. Dabei erleben Sie Erdgeschichte hautnah. Bergschuhe, Helm und Wanderbekleidung sind erforderlich. Helme kann man im Naturparkzentrum ausleihen (kostenlos).
Anspruch Rundweg Bletterbachschlucht 4,6 km, ca. 250 Höhenmeter.

Anmerkung: Die Bletterbachschlucht kann aufgrund der Wetterlage nicht begehbar sein (Starkregen, Überflutungsgefahr und Steinschlag). Dann müsste die Wanderung verlegt werden. Gegebenenfalls müsste sie ganz ausfallen. Als Alternative könnten wir Castelfeder besuchen, wo u.a. Siedlungsreste einer römischen Bastion zu sehen sind.

Bletterbachschlucht - der Grand Canyon Südtirols
Bletterbachschlucht – der Grand Canyon Südtirols

Wer kein Interesse an der Wanderung hat, kann von Kloster Weißenstein aus auch weiterfahren und den Tag auf eigene Faust genießen. Alle, die mit in die Schlucht möchten, fahren mit uns im Tourbus oder mit ihrem eigenen Wohnmobil vom Kloster aus (großer Parkplatz) zum Naturparkzentrum.

Treffpunkt gegen Abend ist der Untereggerhof, wo wir gemeinsam im Gasthof zu Abend essen werden. Der Untereggerhof ist ein Geheimtipp. Herrliche Ausblicke vom Stellplatz aus zum Latemar erwarten uns. Donnerstags hat auch die Sternwarte unterhalb des Hofes geöffnet. Vielleicht haben Sie nach dem Abendessen noch Lust auf ein bisschen „Sterne gucken“, vorausgesetzt das Wetter ist gut und der Himmel nicht verhangen.
Übernachtung: Stellplatz Untereggerhof (ohne V/E).

Fr, 6. Tag: Jochgrimmpass, Aussichtspunkt Bletterbachschlucht, Karersee
Heute geht die Reise weiter durch die Dolomiten. Unser Ziel ist der Jochgrimmpass auf 1.989 m Meereshöhe, zwischen Weißhorn und Schwarzhorn gelegen. Die beiden Berge werden durch eine markante geologische Störung getrennt, die so genannte Trudnerlinie. Während der Alpenbildung kam es hier zu einer vertikalen Verschiebung: das Schwarzhorn wurde dabei um 1.000 m angehoben. Der Sattel von Jochgrimm wird nachweislich seit rund 10.000 Jahren von Menschen als Siedlungs-, Jagd- und Weidegebiet genutzt.

Vom Pass auf unternehmen wir eine kurze Wanderung (2 km, 50 Höhenmeter) zur Aussichtsplattform Bletterbachschlucht. Für geübte Wanderer besteht die Möglichkeit, von hier aus mit uns weiter über das Weißhorn zurück zum Parkplatz zu gehen (3,5 Std., 460 Höhenmeter, 7 km). Alle anderen gehen den Weg, den wir gekommen sind, wieder zurück zum Parkplatz und fahren schon mal weiter zu unserem Campingplatz im Fassatal. Auf dem Weg dorthin liegt der Karersee. Hier könnte man einen kurzen Stopp einlegen.
Übernachtung: Camping Vidor Family & Wellness Resort in Pozza di Fassa.

Aussichtspunkt Bletterbachschlucht am Jochgrimmpass
Aussichtspunkt Bletterbachschlucht am Jochgrimmpass

Sa, 7. Tag: Zur Marmolada – „Königin der Dolomiten“
Am Morgen beginnt unser Ausflug mit dem Bus zur Marmolada, dem höchsten Bergmassiv der Dolomiten, dessen höchster Punkt von der Punta Penia (3.343 m) gebildet wird. Vorbei am Fedaia-Stausee, in dem sich die Nordflanke der Marmolada mit dem Gletscher spiegelt, fahren wir zur Seilbahnstation Funivie Marmolada nach Rocca Pietore, 32 km entfernt von unserem Campingplatz im Fassatal gelegen. Da die Seilbahn Mitte September schließt, bietet sich uns an diesem Wochenende die letzte Gelegenheit, in der Sommersaison 2020 auf die Marmolada zu fahren und von der Panorama-Terrasse aus herrliche Rundumblicke zu genießen. Die Seilbahn fährt die fast 1.000 m hohe steile Südflanke der Marmolada hinauf, von 1.450 m auf 3.265 m. Sie ist eine der schönsten und für Alpinisten schwierigsten Steilwände in den Dolomiten.

In der Bergstation von Punta Rocca gibt es ein Restaurant und ein Museum zum 1. Weltkrieg mit einer Grotte, die einer Höhle nachempfunden ist, die die Soldaten in den Jahren 1916-1917 zum Schutz vor Wind, Wetter und vor dem Feind in den Berg gruben. Am Nachmittag fahren wir zurück ins Fassatal zu unserem Campingplatz. Kurzer Stopp am Fedaia-Stausee.
Übernachtung: Camping Vidor Family & Wellness Resort in Pozza di Fassa.

Fedaia-Stausee an der Nordflanke der Marmolada
Fedaia-Stausee an der Nordflanke der Marmolada

So, 8. Tag: Tag zur freien Verfügung im Fassatal
Heute haben Sie Zeit zur freien Verfügung. Vielleicht nutzen Sie die Annehmlichkeiten Ihres Campingplatzes (Schwimmen und Wellness im Aquapark) oder Sie unternehmen eine kleine Wanderung. Genießen Sie einfach nur die Berge.
Übernachtung: Camping Vidor Family & Wellness Resort in Pozza di Fassa.

Sella Stock
Sella Stock

Mo, 9. Tag: Reisetag durch die Dolomiten nach Brixen und zu den Geislern
Heute reisen Sie ganz individuell durch die Dolomiten über den Sella Pass (2.240 m Höhe) ins Grödnertal nach Wolkenstein, St. Ulrich und weiter nach Brixen, wo wir uns am Nachmittag treffen werden. In Brixen unternehmen wir einen kleinen Stadtbummel und werfen dabei einen Blick in den Brixener Dom (bis 18 Uhr geöffnet). Sehenswert sind u.a. die Fresken im Kreuzgang und die Schalensteine auf der Brüstung im Kreuzgang. In Brixen werden wir in einem netten Restaurant zu Abend essen und anschließend zu unserem Stellplatz (Wanderparkplatz) auf die Zanser Alm unterhalb der Geislerspitzen fahren. Auf dem Wanderparkplatz ist dann auch Ruhe eingekehrt!
Übernachtung: Wanderparkplatz Zanser Alm (ohne V/E).

Sella Pass
Sella Pass

Di, 10. Tag: Aufenthalt an den Geislern und im Villnösstal
Auch die Geisler sind Teil einer urzeitlichen Riff- und Lagunenlandschaft. Überall treffen wir auf erdgeschichtliche Zeugnisse und Spuren verschwundener Meere, Küstenlandschaften und Vulkane. Hier im Villnösstal hat Bergsteigerlegende Reinhold Messner seine frühe Kindheit verbracht und erste Kletterversuche in den Geislern unternommen.

Auf seinen Spuren werden wir vom Wanderparkplatz Zams aus eine etwa 3,5-stündige Wanderung auf dem Adolf-Munkelweg (Anspruch max. 8 km, 500 Höhenmeter) entlang der Geislerspitzen unternehmen. Unterwegs kehren wir auf der Gschnagenhardt-Alm auf 2.006 m Höhe ein. Hier hat Reinhold Messner, wie er selbst schreibt, die schönste Zeit seiner Kindheit verbracht. Bis heute ist die Alm sein Lieblingsplatz in den Dolomiten geblieben.

Geislerspitzen im Villnösstal
Geislerspitzen im Villnösstal

Wer die Tour nicht mitgehen möchte, verbringt den Tag auf der Zanser Alm und unternimmt von dort aus einen kleinen Spaziergang.

Eine Alternative wäre, das Naturparkzentrum in St. Magdalena zu besuchen oder das Mineralienmuseum in Teis mit seinen wunderschönen Achaten (eine Alternative auch bei schlechtem Wetter). Treffpunkt gegen Abend ist der uns bekannte Campingplatz in Tisens.
Übernachtung: Naturcaravanpark und Comfort Camping Tisens in Südtirol.

Mi, 11. Tag: Ruhetag
Nach erlebnisreichen Tagen genießen wir heute mal den Tag ganz individuell. Vielleicht gnießen Sie die Annehmlichkeiten Ihres Campingplatzes, der über ein beheiztes Freibad mit einem 25 m Schwimmbecken und einer schönen Liegewiese verfügt. Ansonsten besteht auch die Möglichkeit, mit uns eine kleine Wanderung nach Grissian zu unternehmen zu einem herrlichen Aussichtspunkt, von dem aus man über das breite Etschtal nach Bozen und in die Dolomiten blickt. Dauer der Wanderung: ca. 3,5 Std. (8 km, 350 Höhenmeter bergauf und bergab).
Übernachtung: Naturcaravanpark und Comfort Camping Tisens in Südtirol.

Rosszähne / Seiser Alm
Rosszähne / Seiser Alm

Do, 12. Tag: Ausflug nach Seis am Schlern und auf die Seiser Alm
Auf der letzten Etappe unserer Dolomiten-Reise geht es heute per Bus nach Seis am Schlern und mit der Seilbahn hinauf auf die Seiser Alm, wo wir den Tag gemütlich verbringen werden. Gemeinsam unternehmen wir einen kleinen erdgeschichtlichen Rundgang auf dem Panoramaweg hinauf zum Panoramahotel (ca. 1,5 Std., 3 km, 180 Höhenmeter). Auch eine Seilbahn führt hinauf zum Panoramahotel (Kosten: 8,40 Euro Hin- und Rückfahrt). Nicht weit entfernt vom Hotel (ca. 15 Min. Gehzeit) liegt die Laurin Hütte. Hier besteht die Möglichkeit zur Einkehr.

Das Gebiet des Schlern und der Seiser Alm gilt unter Geologen als Paradebeispiel für eine urzeitliche Riff- und Beckenlandschaft mit Lagunen, die vor mehr als 200 Millionen Jahren 3000 km weiter südlich in einem tropisch-warmen Meer vor der Nordküste von Ur-Afrika entstanden ist. Die einst vom Meer bedeckte Unterwasserlandschaft liegt heute nahezu unverändert an der Landoberfläche. Der Touristensteig führt vom einstigen tiefen Meeresbecken der Seiser Alm entlang des Riffhanges auf das Riff und die dahinter liegende Lagune bei den Schlernhäusern.

Von der Laurin Hütte aus kann man den Touristensteig gut einsehen. Gegen Nachmittag treffen wir uns wieder an der Bahn in Kompatsch und fahren hinunter nach Seis und dann zurück auf unseren Campingplatz nach Tisens.
Übernachtung: Naturcaravanpark und Comfort Camping Tisens in Südtirol.

Schlern / Seiser Alm
Schlern / Seiser Alm

Fr, 13. Tag: Heimreise
Heute heißt es Abschied nehmen. Während die einen die Heimreise antreten müssen, können andere eventuell ihre Reise noch verlängern.

Reisepreis und Infos >>
Die Tour in Bildern >>

Alpentour Kupferstraße

Themenreise „Expedition Steinzeit“ 
Auf Ötzis Spuren von Pfahlbaudörfern bis zu Feuersteinbrüchen

Begleiten Sie uns auf unserer 15-tägigen Themenreise entlang der „Kupferstraße“ vom Chiemgau aus nach Südtirol bis zum Gardasee und in die Monti Lessin

Heidi Rüppel und Jürgen Apel

Auf den Spuren der Natur- und Menschheitsgeschichte

Was ist die „Kupferstraße“

Die „Kupferstraße“ ist eine alte Handelsroute, auf der auch Ötzi, der Mann aus dem Eis, vor mehr als 5.000 Jahren unterwegs war.
Die Kupferstraße ist rund 500 km lang. Sie beginnt in den Feuersteinbrüchen in den Monti Lessini bei Verona, östlich des Gardasees, und führt von dort aus über Bozen, Meran in den Vinschgau und durch das Schnalstal weiter über den Alpenhauptkamm ins Ötz- und Inntal, bis hin zu den zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannten Pfahlbaudörfern am Mondsee und Attersee.
Entlang der „Kupferstraße“ werden Sie wunderbare Landschaften kennenlernen, Museen besuchen, archäologische Ausgrabungsstätten und Originalschauplätze, an denen urgeschichtliche Menschen gewohnt, gerastet und geschlafen haben, wo sie kultische Rituale vollzogen und Gottheiten verehrt haben und wo sie ihre Rohstoffe, wie das Kupfer, gewonnen und weiterverarbeitet haben. Darüber hinaus erfahren Sie viel über die Entstehungsgeschichte der alpinen Landschaften und die geologischen Prozesse und klimatischen Einflüsse, die die Alpen geformt haben.

Keine Angst vor hohen Bergen und schmalen Straßen!
Auf unserer Tour durch die Alpen brauchen Sie keine steilen Berge besteigen und die Straßen zu den Stell- bzw. Campingplätzen sind gut ausgebaut. Die Ausflüge vor Ort unternehmen wir mit Mietbussen oder nutzen auch mal das öffentliche Verkehrsnetz. Die im Programm vorgesehenen Wanderungen werden den unterschiedlichen Ansprüchen und konditionellen Möglichkeiten gerecht (s. u. Anforderungen).

Tourtermin
15 Tage von Sonntag, 07.06. – Sonntag, 21.06.2020

Tages-Etappen (Änderungen vorbehalten)
1. Tag: Anreise
Eigene Anreise nach Erding. Am Abend Treffen der Teilnehmer. Kennenlernen und Besprechung des Programmablaufs für die nächsten Tage. Gemeinsames Abendessen.
Übernachtung: Wohnmobilpark an der Therme in Erding.

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Alpenvorland mit Blick zum Großvenediger

2. Tag: Ebersberger Alm – Chiemsee – Mondsee
Tagesthema: Eiszeit, die Entstehung der Seenlandschaft und Besiedlung durch den Menschen

Am Vormittag fahren wir zur Ebersberger Alm. Vom 35 m hohen Aussichtsturm aus hat man bei guter Sicht einen herrlichen Blick auf die Alpen und das eiszeitlich geprägte Rosenheimer Land und Inntal. Während der Eiszeit, vor rund 20.000 Jahren, waren die Alpen komplett vergletschert. Mächtige Auslassgletscherzungen breiteten sich bis weit ins Alpenvorland hinaus aus, so auch der Inn- und Chiemseegletscher. Das Eis reichte bis zur Ebersberger Alm.

Von der Ebersberger Alm aus geht die Fahrt weiter durch die hügelige Moränenlandschaft Richtung Wasserburg und nach Seebruck am Chiemsee. Auf dem Weg dorthin werden wir noch eine imposante Hinterlassenschaft des Eises aufsuchen, einen so genannten Findling (Gewicht: 200 Tonnen).

In Seebruck legen wir einen kurzen Stopp ein und unternehmen einen kleinen Spaziergang entlang des Seeufers. Anschließend geht die Reise weiter Richtung Mondsee.

Übernachtung: Camp MondSeeLand in Mondsee/Tiefgraben.

Chiemsee bei Seebruck

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Basilika Mondsee

3. Tag: Mondsee am Mondsee – Attersee – Seewalchen
Tagesthema: Geschichte der Pfahlbaukultur

Tagesausflug mit Bus. Am Vormittag besuchen wir das Pfahlbaumuseum in Mondsee. Die untergegangenen Pfahlbaudörfer von Mond- und Attersee sind 2011 zusammen mit weiteren Pfahlbaudörfern im gesamten Alpenraum zum Welterbe der UNESCO ernannt worden. Während der Jungsteinzeit, vor mehr als 5.000 Jahren, lebten an Mond- und Attersee Bauern. Neben der Landwirtschaft widmeten sich die Menschen auch der Kupfergewinnung und – verarbeitung. Das Mondseeland muss so etwas wie ein Technologiezentrum der Kupfergewinnung und -verarbeitung gewesen sein. Die Leute vom Mondsee betrieben regen Fernhandel. Die Handelsbeziehungen reichten über die Alpen nach Italien und über die Donau bis zum Schwarzen Meer.

Anschließend besuchen wir die untergegangenen Pfahlbaustationen entlang des Mond- und Attersees. Auf einer ufernahen Straße fahren wir von Mondsee aus nach Seewalchen am Attersee. Die Fahrt ist ein Erlebnis. Immer wieder hat man schöne Ausblicke und man kommt sehr nah an Mond- und Attersee heran. Eine der Welterbestätten liegt in See, am Fuße des Schafberges – ein fossiles Riff, das während der Alpenbildung viele tausend Kilometer von der Nordküste Afrikas bis hierher verfrachtet wurde. Hier legen wir einen Stopp ein. Leider ist von den Pfahlbaudörfern nichts mehr zu sehen. Die Überreste liegen unter Wasser. Bei Misling sind Boots- und Badehäuser in den See hineingebaut, Holzkonstruktionen auf Pfählen. Sie vermitteln einen kleinen Eindruck davon, wie die Pfahlbauten das Seeufer hier einst säumten.

Am Nachmittag unternehmen wir eine Schiffsexpedition und erkunden den nördlichen Attersee, erfahren interessante Geschichten über seine Entstehung und über die hier lebenden Perlfische, Seelauben und Armleuchteralgen. In Seewalchen tauchen wir noch einmal in die Frühgeschichte ein und staunen über originale Pfähle, Steinwerkzeuge, Pfeilspitzen und einen faszinierenden Steinzeit-Bohrapparat.
Rückfahrt zum Wohnmobil-Stellplatz auf dem Camp MondSeeLand.

Übernachtung: Camp MondSeeLand in Mondsee/Tiefgraben.

Mondsee bei See © Fotolia.com

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Blick in die Tauern

4. Tag: Mühlbach am Hochkönig
Tagesthema: 4.000 Jahre Bergbaugeschichte und Kupfererzgewinnung

Heute verlassen wir das Mondseeland und fahren an Salzburg, der Burg Hohenstein und dem Götschenberg vorbei zum Mitterberg nach Mühlbach am Hochkönig, der mächtigsten Kupfererzlagerstätte der Ostalpen. Über viele Jahrtausende wurde hier Erz abgebaut. Vom Mitterberg hatten auch die jungsteinzeitlichen Pfahlbauer von Mond- und Attersee mit großer Wahrscheinlichkeit ihr Erz bezogen. In Mühlbach angekommen, besuchen wir zunächst das Bergbaumuseum. Anschließend geht es hinauf zum Arthurhaus (Hotel und Gaststätte) und zu unserem Stellplatz.

Vom Arthurhaus aus unternehmen wir eine kleine Wanderung entlang des Erzweges. Zunächst werfen wir einen Blick in das so genannte Keltenloch, einen schräg in den Berg getriebenen bronzezeitlichen Grubenbau, wo mittels Feuersetzen das Erz gewonnen wurde. Weiter geht es in das prähistorische Erzabbaugebiet am Hochkeil und auf dem Troiboden, wo bei archäologischen Grabungen unter anderem ein Kupferbeil gefunden wurde, wie es der berühmte Gletschermann Ötzi bei sich trug. Hier hatten vermutlich auch die Pfahlbauer von Mond- und Attersee ihre Minen.

Unsere Wanderung könnten wir bei schönem Wetter noch ein wenig ausdehnen und hinauf zur Mitterfelder Alm auf 1.670 m Höhe wandern (170 Höhenmeter, Gehzeit: 45 Min. vom Arthurhaus). Weite Blicke bis in die Tauern und zum Großglockner erwarten uns.
Am Abend gemeinsames Essen im Arthurhaus.

Anforderung Wanderung Erzweg: 3-4 km und 150 Höhenmeter.
Übernachtung: Wohnmobil-Stellplatz/Parkplatz Arthurhaus am Hochkönig (1.500 m ü.N.N.), ohne V/E.
Einkaufmöglichkeit: In Mühlbach.

Prähistorische Kupfererzabbaugebiet am Hochkönig

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Stuibenfall bei Umhausen

5. Tag: Reisetag entlang der „Kupferstraße“ ins Ötztal
Heute setzen wir unsere Reise auf der „Kupferstraße“ fort und fahren von Mühlbach aus in Richtung Salzburg und weiter durch das Inntal, vorbei an Schwaz und Innsbruck, ins Ötztal nach Huben.
Übernachtung: Ötztaler Naturcamping in Huben.
Einkaufmöglichkeit: Supermarkt in Längenfeld.

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Vent im Ötztal

6. Tag: Vent im Ötztal
Tagesthema: Heilige Berge – afrikanischer Boden und steinzeitliche Jäger und Händler

Am Vormittag fahren wir mit dem Bus ins schöne Bergsteigerdorf Vent und unternehmen dort eine gemütliche Wanderung mit Rucksackverpflegung. Nach dem Dorfrundgang mit Besichtigung der Bergsteigerkapelle geht es auf dem archäologischen Wanderweg A2 weiter in Richtung Similaun zu den Originalschauplätzen, an denen steinzeitliche Jäger und Händler gerastet und geschlafen haben (Hohler Stein) und wo sie kultische Rituale vollzogen und Gottheiten verehrt haben (Kaser).
Anforderung Wanderung: Von Vent bis zum Hohlen Stein sind es 1,5 km (150 Höhenmeter), bis zum Kaser weitere 2,5 km und 100 Höhenmeter. Der Weg ist ein gut ausgebauter Fahrweg – bequem zu gehen.

Auf Wunsch führen wir auch einen Teil der Gruppe noch ein Stück weiter bis zur alten Schäferhütte (2.246 m). Maximale Anforderung: (7 km, 650 Hm).

Am späten Nachmittag fahren wir zurück zum Campingplatz in Huben.
Übernachtung: Ötztaler Naturcamping in Huben.

Archäologischer Wanderweg mit der Gipfelpyramide des Similaun im Blick

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7. Tag: Ausflug zum Köfels Felssturz und Stuibenfall und nach Burgstein
Tagesthema: Felsstürze und ihre Auswirkungen

Per Bus geht es heute vom Campingplatz aus nach Umhausen zum Felssturz zu Köfels , einer der größten Felsstürze der Zentralalpen. Ereignet hatte sich der Felssturz vor etwa 9.600 Jahren. Rund 3 Kubikkilometer Gestein stürzten vom gegenüberliegenden Berg in die Tiefe und riegelten das Ötztal auf einer Länge von circa 3 Kilometern ab. Das Wasser der Ötztaler Ache staute sich im Längenfelder Becken zu einem riesigen See. Irgendwann schaffte es die Ache, die Felssturzmassen zu durchbrechen und das Wasser des Sees floss ab. Die Maurachschlucht war entstanden, die wir auf dem Weg zu unserem Campingplatz durchfahren werden. Auch in Niederthai hat sich durch die Felssturzmassen ein See gebildet. Noch heute zeugen markante Seeterassen davon. Von Niederthai aus unternehmen wir eine kleine Wanderung entlang des Horlachbaches bis zum Stuibenfall (2 km und 180 Höhenmeter bergab). Auf der Aussichtplattform stehen Sie direkt über dem Wasserfall und blicken 160 m in die Tiefe.

Anschließend fahren wir durch das Längenfelder Becken zurück nach Huben. Unterwegs unternehmen wir noch einen kurzen Abstecher hinauf nach Burgstein, von wo aus wir noch einmal einen wunderbaren Blick auf den Felssturz und das Längenfelder Becken haben. Kurzer Spaziergang bis zur Hängebrücke möglich.
Übernachtung: Ötztaler Naturcamping in Huben.

Längenfelder Becken und Felssturz zu Köfels

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Blick vom Reschenpass zum Ortler (3.905 m)

8. Tag: Reisetag über den Reschenpass nach Südtirol – Naturns
Nach dem Frühstück verlassen wir das Ötztal und fahren über Landeck und den Reschenpass nach Südtirol. Ab Imst folgen wir der alten Römerstraße Claudia Augusta. Empfehlenswert ist ein kurzer Stopp am Haidersee mit Blick zum Ortler.
Weiter geht es in den Vinschgau, vorbei am Tartscher Bühel und Vinschger Sonnenberg mit seiner einzigartigen Steppenvegetation nach Naturns auf unseren Campingplatz. Bitte beachten Sie die Mittagsruhe auf dem Campingplatz. Von 12.30 bis 14.30 Uhr ist keine Zufahrt möglich, weil der Campingplatz geschlossen ist und das Tor sich nicht öffnet.

Übernachtung: Campingplatz Adler in Naturns.

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ArcheoParc Schnals

9. Tag: Ausflug ins Schnalstal zum ArcheoParc und Vernagt-Stausee
Tagesthema: „Ötzi“ und das Leben der Menschen in der Jungsteinzeit

Am Vormittag besuchen wir den ArcheoParc Schnals in Unser Frau (mit Führung und Vorführungen zu Fertigkeiten aus der Ötzizeit). Das Freilichtmuseum informiert anschaulich über das Leben der Menschen der Jungsteinzeit und über Ötzis Lebensraum.
Nach einer Mittagspause dort im Bistro geht es nach Vernagt, zu Fuß oder per Bus. Die Via monachorum, ein schöner Wanderweg, führt uns vom ArcheoParc aus nach Vernagt. Wir wandeln sozsuagen auf „Ötzis Spuren“ (Wanderung: 40 Minuten Gehzeit, 2 km und 220 Höhenmeter). Am türkisfarbenen Vernagt-Stausee angekommen, blicken wir von der Staumauer aus hinauf zum Tisenhof, einen Bergbauernhof auf 1.814 m Höhe. Der Hof liegt am Eingang des Tisentals, durch das Ötzi und die steinzeitlichen Händler zogen, um von der Alpensüd- auf die Alpennordseite zu gelangen oder in umgekehrter Richtung. Beladen waren sie mit allerlei Handelsgütern, wie Getreide, Salz, Feuerstein und Kupfer.
Von Vernagt aus geht es per Bus am späten Nachmittag zurück nach Naturns auf unseren Campingplatz.

Übernachtung: Campingplatz Adler in Naturns.

Wallfahrtskirche Unser Frau

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Schloss Juval / Bergbauernhof Oberortl

10. Tag: Besuch von Schloss Juval und der archäologischen Grabungsstätte
Tagesthema: Wo hat Ötzi gewohnt?

Am Vom Campingplatz aus geht es zu Fuß oder mit unserem Tourbus zum Burgberg von Schloss Juval und zum Bauernladen. Ein Shuttle-Bus bringt uns von hier aus den Burgberg hinauf bis zum Oberortlhof. Hier ist Endstation. Den restlichen Weg zum Schloss müssen wir zu Fuß gehen (ca. 500 m/70 Höhenmeter entlang der asphaltierten Fahrstraße).

Die Führung auf Schloss Juval (Messner Moutain Museum) dauert ca. 50 Minuten. Zu beachten ist, dass das Terrain, auf dem wir uns dort bewegen, ein wenig unwegsam ist. Festes Schuhwerk ist unbedingt erforderlich!

Anschließend gehen wir wieder hinunter zum Oberortlhof, zum Schnalswaal und zur neolithischen Grabungsstätte am Burgberg. Hier könnte Ötzi, der Mann aus dem Eis, gewohnt haben. Von der Grabungsstätte aus genießen wir einen herrlichen Blick ins Etschtal und auf die zahllosen Apfelplantagen des Vinschgaus. Auf dem Oberortlhof, einem urigen Bergbauernhof von Reinhold Messner, besteht die Möglichkeit zur Einkehr. Per Shuttle-Bus geht es vom Oberortlhof aus zurück zum Parkplatz am Vinschger Bauernladen. Von hier aus ist es nur ein kurzer Fußweg bis zu unserem Campingplatz im Zentrum von Naturns. Mitfahrt auch in unserem Tourbus möglich.
Übernachtung: Campingplatz Adler in Naturns.

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Archeoparc Villanders

11. Tag: Ausflug ins Eisacktal nach Villanders zum Archeoparc und der Villanderer Alm
Tagesthema: Siedlungsspuren aus der Steinzeit und die Entstehung der Dolomiten

Heute geht es von Naturns aus mit dem Bus ins schöne Eisacktal, wo der Mann aus dem Eis vermutlich seine frühe Kindheit verbracht hat. Wir besuchen den Archeoparc in Villanders (mit Führung), eine der bedeutendsten archäologischen Fundstätten mit Siedlungsspuren von der Mittelsteinzeit über die Jungsteinzeit und Bronzezeit bis zur Römerzeit.
Die Mittagspause verbringen wir auf der Villanderer Alm mit Blick auf die Dolomiten und hinüber zum Brandopferplatz auf der Schlernhochfläche. Für weitere schöne Ausblicke bietet sich ein kleiner Spaziergang über die Villanderer Almen in Richtung Seeberg an. Eine schöne Einkehrmöglichkeit bietet die Gasser Hütte. Am späten Nachmittag geht es zurück nach Naturns auf unseren Campingplatz.
Übernachtung: Campingplatz Adler in Naturns.

Villanderer Alm

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Ötzis Beil und die Rekonstruktion des Mannes aus dem Eis
Ötzis Beil und die Rekonstruktion des Mannes aus dem Eis

12. Tag: Ausflug Bozen mit Besuch des Archäologiemuseums
Tagesthema: Dem Mann aus dem Eis ganz nah

Per Bus starten wir unseren Tagesausflug nach Bozen, wo wir das Archäologiemuseum besuchen werden (mit Führung) und uns den Mann aus dem Eis hinter einer Panzerglasscheibe ansehen werden. Für einen Rundgang durch Bozens Altstadt, zum Waltherplatz und berühmten Bozener Bauernmarkt, haben Sie anschließend genügend Zeit.
Am Nachmittag geht es zurück nach Naturns auf unseren Campingplatz.

Übernachtung: Campingplatz Adler in Naturns.

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Area archeologica Palafitte Fiavè

13. Tag: Reisetag über Fiavé an den Gardasee
Tagesthema: Pfahlbauten Fiavé

Heute geht es von Naturns aus weiter auf der „Kupferstraße“ in Richtung Gardasee, vorbei an den untergegangenen Pfahlbaudörfern von Fiavè . Die Ausgrabungsstätte von Fiavè zählt zum UNESCO Weltkulturerbe der „Prähistorischen Pfahlbauten des Alpenraumes“. Die archäologischen Ausgrabungen brachten Überreste von Hütten zu Tage, die zunächst am Seeufer (3.800 bis 3.600 vor Christus) und später nach dem klassischen Pfahlbaumodell über Wasser (1.800 bis 1.500 vor Christus) errichtet wurden. Da das Museum in Fiavè noch geschlossen hat, besichtigen wir nur das Freigelände und sehen uns die aus dem Seeboden herausragenden Pfähle an. Von unserem Treffpunkt aus, dem Parkplatz am Freigelände, sind es nur wenige hundert Meter dorthin.

Von Fiavè aus geht die Reise weiter an den Gardasee. Eine atemberaubend schöne Fahrt erwartet uns.
Übernachtung: Camping Brione in Riva del Garda.

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Gardasee

14. Tag: Ausflug in die Monti Lessini zur Ponte di Veja und der Grotte di Fumane
Tagesthema: Feuersteine und Höhlen von Neanderthalern

Heute geht es mit unserem Bus in die Monti Lessini. Zunächst fahren wir zur Ponte di Veja und zu einem Feuersteinbruch. Nicht nur in den untergegangenen Pfahlbausiedlungen an Mond- und Attersee wurde dieser zu Werkzeugen und Waffen verarbeitete Feuerstein gefunden, auch Ötzi trug Werkzeuge und Waffen (Pfeilspitzen) aus Feuerstein aus den Monti Lessini bei sich.

Anschließend besuchen wir die in der Nähe gelegene Grotta di Fumane, eine der bedeutendsten prähistorischen Ausgrabungsstätten in Europa mit Siedlungsspuren von Neanderthalern und des frühen Aurignacien – von anatomisch modernen Menschen. Seit 2005 ist die Grotte der Öffentlichkeit zugänglich. Nach Besuch der Grotte geht es zurück auf unseren Campingplatz am Gardasee. In Riva del Garda beschließen wir unsere Reise mit einem gemeinsamen Abendessen.
Übernachtung: Camping Brione in Riva del Garda.

Ponte di Veja

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Kultplatz Castelfeder

15. Tag: Heimreise
Heute heißt es Abschied nehmen. Ende unserer Reise. Eine Empfehlung für alle, die nach Norden in Richtung Brenner fahren: Halten Sie in Castelfeder, einem alten Siedlungs- und Kultplatz, der bis in die Bronzezeit zurückreicht.
Sicher rasteten hier auch schon die jungsteinzeitlichen Händler, die mit Feuersteinen aus den Monti Lessini beladen waren. Im 6. Jahrhundert errichteten die Römer hier eine Bastion zum Schutz gegen die Germanen. Die Siedlung war umgeben von einer rund 500 m langen Stadtmauer, die in ihrer Bauweise an die Stadtmauer Konstantinopels, das heutige Istanbul, erinnert. Reste dieser Mauer sind noch erhalten.
Nach einem kleinen Spaziergang über das von Gletschereis abgeschliffene Felsplateau aus rötlichem Vulkangestein (Quarzporphyr) bietet sich Ihnen von den Resten der Stadtmauer aus – den Kuchelen – ein grandioser Ausblick ins breite Etschtal und zur Salurner Klause. Ein artenreicher submediterraner Buschwald gedeiht hier prächtig. Für den Rundgang sollten Sie gut 2 Stunden einplanen.


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Wohnmobil & Wandern – Schnalstal Südtirol

 

Unterwegs auf Urwegen
Wanderurlaub Südtirol
Auf Ötzis Spuren durchs Schnalstal
Aufenthaltsreise mit geführten Wanderungen

Termin
7 Tage 20.10. – 26.10.2019 – Noch Plätze frei!
7 Tage 30.08. – 05.09.2020
7 Tage 18.10. – 24.10.2020

Vernagtstausee und Tisental

Genusswandern
Gutes tun für Körper Geist und Seele
Die Wanderreise richtet sich an Menschen, die nicht unbedingt die sportliche Herausforderung suchen, die gemütliche Wanderungen in der Natur bevorzugen – auf denen viel Zeit bleibt für den Blick auf das Schöne und historisch Interessante links und rechts des Weges.

Anmerkung
Die Wanderungen sind auch für Wandereinsteiger mit einer guten Grundkondition geeignet. Die Wege sind gut ausgebaut und leicht begehbar. Festes Schuhwerk ist in alpinem Gelände dennoch erforderlich.

Zu Ihrem Campingplatz
Der Campingplatz Adler liegt inmitten von Naturns. Fußläufig sind es nur wenige hundert Meter bis zu einem Sparladen, wo man alles bekommt, und einer Pizzeria. Der Campingplatz ist klein und bietet hohen Komfort. Er verfügt über sehr gute Sanitäranlagen, einen Waschraum mit Waschmaschine und Trockner sowie ein Hallenbad (12 m Becken) mit Whirlpool und Sauna.

Reiseprogramm (Änderungen vorbehalten)
1. Tag: Anreise
Anreise nach Südtirol auf Ihren Campingplatz in Naturns. Dort ist für Sie der Platz reserviert. Begrüßung am späten Nachmittag durch das Reiseleiterteam und kurze organisatorische Besprechung der Wanderwoche.
6 Übernachtungen ****Campingplatz Adler in Naturns.

Kloster Allerengelberg in Karthaus

2. Tag: Über die Via monachorum von Karthaus nach Unser Frau und zum ArcheoParc
Heute beginnt unsere Entdeckerwoche auf Ötzis Spuren. Zunächst holen wir Sie morgens von Ihrem Campingplatz ab. Die Tour beginnt in Karthaus, erbaut auf den Grundmauern einer alten Klosteranlage. Wir schauen uns die Überreste der 1326 gegründeten Klosteranlage Allerengelberg in Ruhe an. Danach geht es zu Fuß über die Via monachorum, ein von philosophischen Zitaten über die Stille und das Schweigen gesäumter Weg, nach Unser Frau zur Wallfahrtskirche und zum ArcheoParc.

Besuch des ArcheoParcs. Das Freilichtmuseum informiert anschaulich über das Leben der Menschen in der Jungsteinzeit und über Ötzis Lebensraum. Die Wallfahrtskirche in Unser Frau ist ein prächtiges Gotteshaus, das im Jahr 1306 erbaut wurde zu Ehren der Pilger, die hier im Jahr 1304 auf ihrem Weg nach Santiago de Compostela eine kleine Marienstatue hinterlassen haben. Nach dem Bescuh des ArcheoParcs fahren wir Sie zurück auf Ihren Campingplatz.

Anspruch Via Monachorum Karthaus – ArcheoParc Schnals: 6 km, 520 Höhenmeter bergauf und 340 Höhenmeter bergab.

Wallfahrtskirche in Unser Frau

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Schloss Juval / Bergbauernhof Oberortl

3. Tag: Von Tschars entlang des Schnalswaals zum Schloss Juval
Wir holen Sie morgens am Campingplatz ab und fahren nach Kastelbell Tschars, wo unsere Wanderung beginnt. Entlang des Schnalswaals, einem 500 Jahre alten Bewässerungskal am Vinschger Sonnenberg, geht es von Tschars aus zum Schloss Juval, Reinhold Messners Sommerresidenz. Nach einem kurzen, etwas steileren Anstieg in Tschars verläuft der Waalweg ohne große Steigungen.

Herrliche Ausblicke ins Etschtal, eine botanische Vielfalt an Bäumen und Sträuchern, ein alter Kastanienhain sowie eine aufgegebene alte Getreidemühle erwarten uns entlang des Weges. Ab und an raschelt es im Gras und Gestrüpp. Die grünlich schimmernde Smaragdeidechse ist hier am trockenen Sonnenberg zu Hause.

Am Bergfuß von Schloss Juval erreichen wir eine archäologische Grabungsstätte, wo u.a. jungsteinzeitliche Siedlungsfunde gemacht wurden. Hier könnte Ötzi, der Mann vom Similaun, wie Einheimische den Mann aus dem Eis hier nennen, gewohnt haben. Besuch des MessnerMountainMuseum auf Schloss Juval (Führung: 50 Minuten). Das Museum widmet sich dem Mythos Berg. Anschließend besteht die Möglichkeit zur Einkehr auf dem Oberortlhof, Messners urigem Bergbauernhof. Danach geht es zu Fuß den Burgberg hinunter zum Vinschger Bauernladen und entlang der Etsch zurück zum Campingplatz. Einen erlebnisreichen Tag beschließen wir mit einem gemeinsamen Abendessen.

Anmerkung Wer möchte, kann auch mit einem der gelben Shuttle-Busse fahren, die im Halbstunden-Takt Besucher vom Vinschger Bauernladen zum Oberortlhof und zurück befördern.
Anspruch Tschars – Schloss Juval: 4,5 km, 320 Höhenmeter, Schloss Juval – Vinschger Bauernladen – Campingplatz: 5 km, 350 Höhenmeter (bergab).

Grabungsstätte am Burgberg von Schloss Juval

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St. Prokulus Kirche

4. Tag: Naturns – St. Prokulus Kirche – Neuräutl – Unterstell – Katharinaberg – Naturns
Unsere Wanderung beginnt in Naturns. Wir starten von Ihrem Campingplatz aus. Vorbei an der St. Prokulus Kirche mit ihren frühmittelalterlichen Fresken geht es zum Naturparkhaus (Aufenthalt: ca. 30 Minuten) und weiter zum Felsendach Neuräutl, wo sich Menschen der mittleren Steinzeit aufhielten, was Feuersteinartefakte beweisen. Anschließend fahren wir mit der Seilbahn hinauf nach Unterstell. Von der Bergstation Unterstell aus sind es gut 10 Minuten zu Fuß (steiler Anstieg) bis zur neuen Aussichtsplattform auf 1.300 m Höhe. Von hier aus haben Sie einen wunderschönen Panoramablick – vom Meraner Talkessel bis zu den Bergen der Ortlergruppe.

Wer möchte, kann die Gruppe hier verlassen und fährt mit der Seilbahn wieder hinunter nach Naturns. Auf dem Rückweg zum Campingplatz könnte man z.B. noch die St. Prokulus Kirche und das Museum besuchen (Eintritt: 6 Euro).

Der Rest der Gruppe setzt die Wanderung von der Aussichtsplattform aus fort und folgt dem uralten Verbindungsweg zwischen Naturns und Schnals, der bereits in der Ötzizeit von Jägern und Hirten benutzt wurde. Wir folgen ein Stück dem Meraner Höhenweg, der leicht bergauf und bergab bis Katharinaberg führt. Schöne Einkehrmöglichkeiten liegen entlang des Weges. In Katharinaberg endet unsere Wanderung, und wir fahren mit dem Bus zurück nach Naturns.

Anspruch Campingplatz – Neuräutl: 3 km, 100 Höhenmeter, Unterstell – Katharinaberg: Gehzeit: 2,5 – 3 Std. gemütlich, 7 km, 420 Höhenmeter bergab und 370 Höhenmeter bergauf.

Meraner Höhenweg
Meraner Höhenweg

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Tisental

5. Tag: Wanderung durchs Tisental in Richtung Ötzi-Fundstelle bis zur Hirtenschnecke
Wie gewohnt werden Sie morgens wieder von Ihrem Campingplatz abgeholt. Danach fahren wir nach Vernagt zum Stausee. Dort beginnen wir unsere 4-stündige Wanderung hinauf ins Tisental zur Hirtenschnecke (auf 2.300 m Seehöhe) und zurück. Der Weg führt vorbei am Tisenhof, ein uriger Bergbauernhof mit Jausenstation auf 1.814 m Seehöhe, direkt am Ötztaler Urweg gelegen. Hier könnten wir am Nachmittag einkehren und vom Freisitz aus einen herrlichen Blick auf den türkisfarbenen Vernagt-Stausee genießen.

Doch erst einmal geht es durch den von Menschenhand geschaffenen alten Lärchenwald das Tisental hinauf, durch das die mittelalterlichen Pilger und steinzeitlichen Händler, vermutlich auch Ötzi, vom Niederjoch hinunter kamen. Die Hirtenschnecke könnte ein alter Kultplatz einer schafzüchterischen Gesellschaft aus der Jungsteinzeit gewesen sein, der auch Ötzi angehörte. Vielleicht war sie aber auch nur ein Unterschlupf für Hirten. Von der Hirtenschnecke aus sieht man das Tisenjoch, wo die Gletschermumie Ötzi 1991 gefunden wurde. Rückfahrt von Vernagt aus am späten Nachmittag zum Campingplatz.

Anspruch Vernagt – Hirtenschnecke im Tisental: 3,5 km, 630 Höhenmeter.

Hirtenschnecke im Tisental

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Hochjochferner

6. Tag: Fahrt mit der Schnalstaler Gletscherbahn und Wanderung zur Lazaunhütte
Heute geht es noch einmal hoch hinauf in die Berge. Sie werden morgens wieder von Ihrem Campingplatz abgeholt. Danach fahren wir nach Kurzras und weiter mit der Schnalstaler Gletscherbahn hinauf auf 3.212 m Höhe, wo wir bei schönem Wetter und guter Sicht einen herrlichen Fernblick genießen können. Von der Bergstation aus werden wir einen kleinen „Dreitausender“ besteigen, den Gipfel der Grawand auf 3.251 m Höhe.

Zurück in Kurzras führt unser Weg durchs Langgrubenthal zu einem Schalenstein aus prähistorischer Zeit und weiter hinauf zur Lazaunhütte auf 2.427 m Höhe. Die Lazaunhütte ist nur bis Anfang Oktober bewirtschaftet. Nicht weit von der Hütte entfernt befindet sich der Lazaun-Blockgletscher. Er liegt in der so genannten Permafrostzone und besteht aus gefrorenem Lockermaterial. Seine lobenförmige Stirn erinnert an einen echten Gletscher. Der 660 m lange Lazaun-Blockgletscher bewegt sich etwa 1,7 m pro Jahr.

Am späten Nachmittag Rückfahrt nach Naturns zum Campingplatz.

Anspruch Rundwanderweg Kurzras – Lazaunhütte – Kurzras: 7 km, ca. 3 Std. und 430 Höhenmeter begauf und bergab.

7. Tag: Heimreise

Termine
7 Tage 30.08. – 05.09.2020
7 Tage 18.10. – 24.10.2020

Leistungen
6 Übernachtungen ****Campingplatz Adler in Naturns mit Hallenbad, Whirlpool und Sauna
1 x Abendessen im Oberraindlhof (Schnalstal)
1 x Kaffeejause (1 Tasse Kaffee und 1 Stück Kuchen)
5 geführte Wanderungen laut Programm
Eintritt Schloss Juval/MMM Museum 
Eintritt ArcheoParc Schnals
Täglicher Shuttle-Service (einschl. ÖPNV) auf den Tagestouren laut Programm
Schnalstaler Gletscherbahn (Berg- und Talfahrt)
Seilbahn Unterstell: Einfache Fahrt
Infomaterial

Teilnehmerzahl
Bis 4 Wochen vor Reisebeginn zu erreichende Teilnehmerzahl max. 8, min. 5.

Reiseleitung
Dipl. Geographin Heidi Rüppel und Dipl. Geograph Jürgen Apel
(Natur- und Kulturgeschichte, Geographie)

Teilnehmergebühren
Reisemobil/Wohnwagen
Mit zwei Personen: 995 Euro
Einzelperson: 695 Euro
Jede weitere Person über 18 Jahre: auf Anfrage

Änderungen vorbehalten. 

Anmeldung
SIWA TOURS
Inhaber: Siegfried Wagner
Industriestrasse 50
D-88441 Mittelbiberach
Reiseanmeldungsformular >>

Reiseveranstalter
geokulturzeit
Studienreisen & Exkursionen
Unterdorfstraße 13
37217 Witzenhausen

Fon. 05542.4834
E-Mail. kontakt@geokulturzeit.de


Wohnmobil & Wandern – Vent im Ötztal

Unterwegs auf Urwegen
Wanderurlaub Ötztaler Alpen
Rund um das Bergsteigerdorf Vent
Aufenthaltsreise mit geführten Wanderungen

Termine
7 Tage 07.07. – 13.07.2019
7 Tage 18.08. – 24.08.2019
7 Tage 05.07. – 11.07.2020
7 Tage 12.07. – 18.07.2020

Vent im Ötztal

Genusswandern
Gutes tun für Körper Geist und Seele
Die Wanderreise richtet sich an Menschen, die nicht unbedingt die sportliche Herausforderung suchen, die gemütliche Wanderungen in der Natur bevorzugen – auf denen viel Zeit bleibt für den Blick auf das Schöne und historisch Interessante links und rechts des Weges.  

Anmerkung
Die Wanderungen sind auch für Wandereinsteiger mit einer guten Grundkondition geeignet. Die Wege sind gut ausgebaut und leicht begehbar. Festes Schuhwerk ist in alpinem Gelände dennoch erforderlich.

Bergsteigerdorf Vent
Aufgrund des Prädikats Bergsteigerdorf gibt es in Vent verständlicherweise keinen Campingplatz bzw. Stellplatz.

In Vent können Sie der hektischen und lauten Welt entfliehen. Auf den Spuren steinzeitlicher Jäger und Händler geht es durch archaische Naturräume. Genießen Sie die Ruhe und klare Bergluft und schauen Sie den Bergen einfach nur beim „Wachsen“ zu. Der Begriff Zeit bekommt plötzlich eine ganz andere Bedeutung. Ruhe kehrt ein und Sie finden zu sich selbst.

Auf den geführten Wanderungen werden Sie viel über die Natur, die Steine, Gletscher und Kulturgeschichte der Ötztaler Alpen erfahren.

Campingplatz
Der Naturcampingplatz in Huben im schönen Ötztal liegt ruhig und abgelegen. Naturcamping bedeutet nicht, dass man hier auf Komfort verzichten müsste. Die Stellplätze sind befestigt (Gras) und es gibt sehr gute Sanitäreinrichtungen sowie einen beheizten Aufenthaltsraum mit Grillmöglichkeit im Freien. Wirklich idyllisch ist der Wildbach, der durch den Campingplatz fließt. Gesäumt wird er von herrlich alten Bäumen.

Bergsteigerdorf Vent

Reiseprogramm: (Änderungen vorbehalten)
1. Tag: Anreise
Anreise ins schöne Ötztal auf Ihren Campingplatz in Huben. Dort ist für Sie der Platz reserviert. Begrüßung am späten Nachmittag durch das Reiseleiterteam und kurze organisatorische Besprechung der Wanderwoche.

6 Übernachtungen auf dem Naturcampingplatz in Huben (Ötztal), ca. 25 km von Vent entfernt.

Rofenhöfe und Barteb`ne (siehe Pfeile)

2. Tag: Eingewöhnungstag – Spaziergang zu den Rofenhöfen und Fahrt zur Stableinalm
Sie werden morgens in Huben abgeholt und nach Vent gebracht. Heute heißt es erst einmal ankommen in Vent und sich an die Höhe gewöhnen bei einem gemütlichen Dorfrundgang und Spaziergang über die Barteb`ne und Hängebrücke zu den Rofenhöfen, der höchstgelegenen bäuerlichen Dauersiedlung der Ostalpen auf 2.014 m Höhe. Am Nachmittag Fahrt mit den Sesselliften Wildspitz und Wildes Mannle von Vent aus hinauf zur Stableinalm (2.365 m Höhe) und weiter bis auf 2.646 m Höhe. Hier endet unsere Fahrt mit dem Lift und wir können herrliche Ausblicke auf die umliegende Bergwelt genießen. Eine kleine Wanderung von gut 1,5 Stunden durch ehemals vergletschertes Gebiet und zu dem kleinen Gletschersee des Rofenkarferners ist vorgesehen. Wer nicht mit dem Sessellift Wildes Mannl weiterfahren möchte, steigt an der Stableinalm aus, wo es einen hervorragenden Kaiserschmarrn geben soll! Rückfahrt mit dem Sessellift (Letzte Talfahrt von Stableinalm: 17 Uhr). Am Abend gemeinsames Abendessen im Hotel Bergwelt in Vent. Anschließend schauen wir uns noch die Naturparkausstellung im Widum in Vent an. Danach bringen wir Sie zurück auf Ihren Campingplatz nach Huben.
Anspruch Vent – Rofenhöfe: 2,2 km, 200 Höhenmeter, Wanderung Richtung Rofenkarferner: 150 Höhenmeter, 1 km

Haflingerweiden oberhalb der Rofenhöfe

3. Tag: Durch die Rofenschlucht in Richtung Hochjoch Hospiz 
Wir holen Sie morgens wieder von Huben ab und bringen Sie nach Vent. Von dort aus geht es zunächst wieder zu den Rofenhöfen und dann weiter zu den Haflingerweiden und durch die spektakuläre Rofenschlucht. Mitte des 19. Jahrhunderts ist der Vernagtferner mit seiner Zunge immer wieder in die Rofenschlucht vorgestoßen und hat den Rofenbach aufgestaut. Ein riesiger Eisstausee bildete sich dann unterhalb des Hochjoch Hospiz. Immer wieder hat es Eisstauseeausbrüche gegeben. Sie lockten Wissenschaftler und Schaulustige nach Vent. Spuren der Vergletscherung findet man überall. Rückfahrt nach Huben am späten Nachmittag.
Anspruch
Vent – Rofenhöfe – Rofenschlucht: 6 km, 470 Höhenmeter.

Optional: Auf Wunsch kann die Wanderung auch bis zum Hochjoch Hospiz (Alpenvereinshütte auf 2.413 m Höhe) fortgesetzt werden.
Anspruch
Vent – Hochjoch Hospiz: 8,5 km, 750 Höhenmeter.

Video: Wanderung duch die Rofenschlucht in Richtung Hochjoch Hospiz

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Archäologischer Wanderweg mit der Gipfelpyramide des Similaun im Blick

4. Tag: Auf dem Ötztaler Urweg in Richtung Martin-Busch-Hütte 
Nachdem wir Sie in Huben auf Ihrem Campingplatz abgeholt haben, unternehmen wir von Vent aus eine Tageswanderung auf dem bequem zu gehenden Ötztaler Urweg (archäologischer Wanderweg A2, gut ausgebauter Fahrweg) durch das Niedertal in Richtung Martin-Busch-Hütte – den heiligen Berg Similaun dabei immer im Blick. Der Ötztaler Urweg ist Teil einer alten Handelsroute, auf der Menschen der Jungsteinzeit, auch Ötzi, der Mann aus dem Eis, vor mehr als 5.000 Jahren unterwegs waren. Im Mittelalter nutzten Pilger diesen Weg, um von Augsburg aus nach Santiago de Compostela zu gelangen. Seit gut 600 Jahren wird der Ötztaler Urweg auch für den Schaftrieb vom Südtiroler Schnalstal ins hintere Ötztal genutzt.

Der Weg führt zu Originalschauplätzen, an denen steinzeitliche Jäger und Händler gerastet, übernachtet (Hohler Stein), kultische Rituale vollzogen und Gottheiten verehrt haben (Kaser). Zurück in Vent werden Sie wieder nach Huben gefahren.

Tagesziel sind die geheimnisvollen Steinanordnungen auf der Kaser.
Anspruch Vent – Kaser: 4 km, 300 Höhenmeter.

Optional Auf Wunsch kann die Wanderung auch bis zur Martin-Busch-Hütte (Alpenvereinshütte auf 2.501 m Höhe) fortgesetzt werden.
Anspruch Vent – Martin-Busch-Hütte: 8,5 km, 850 Höhenmeter.

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Zirbenwald

5. Tag: Ausflug nach Obergurgl – Wanderung durch den Zirbenwald ins Rotmoostal
Fahrt nach Obergurgl per Bus. Unsere Wanderung beginnt in der Ortsmitte von Obergurgl. Vom Parkplatz aus geht es in Richtung Zirbenalm und dann weiter durch einen herrlich alten Zirbenwald (Naturdenkmal), vorbei am Rotmooswasserfall, in das breite Rotmoostal. An der Schönwieshütte auf 2.262 m Höhe bietet sich die Gelegenheit für eine Rast und Einkehr. Wie weit es uns in das eiszeitlich geprägte und landschaftlich besonders schöne Rotmoostal ziehen wird, entscheiden wir vor Ort. Der Rückweg führt wieder durch den schönen Zirbenwald. Tief durchatmen und genießen. Nach der Wanderung geht es zurück nach Huben.
Anspruch
Obergurgl – Schönwieshütte: 5 km, 500 Höhenmeter.

Optional Von der Schönwieshütte aus könnte man auch weiter hinauf zur Hohen Mut Alm auf 2.670 m Höhe wandern und sich dort im Naturpark Infopoint die Ausstellung Gletscher, Klima und hochalpine Forschung ansehen (Gehzeit: ca. 1,5 Std., 350 Höhenmeter).

Anschließend geht es mit der Hohen Mut Bahn talwärts zurück nach Obergurgl (Kosten der Talfahrt: 13 Euro pro Person, nicht im Reisepreis enthalten).
Anspruch Obergurgl – Schönwieshütte – Hohe Mut Alm: 8 km, 850 Höhenmeter.

Rotmoostal

6. Tag: Köfels-Felssturz mit Stuibenfall und Wanderung zur Schweinfurter Hütte
Wir holen Sie auf Ihrem Campingplatz ab und fahren mit dem Bus weiter Richtung Umhausen zum Felssturz zu Köfels. Er ist der größte Felssturz der Zentralalpen. Vor etwa 9.600 Jahren ereignete sich die Katastrophe. Rund 3 Kubikkilometer Gestein stürzten vom gegenüberliegenden Berg in die Tiefe und riegelten das Ötztal auf einer Länge von circa 3 Kilometern ab. Ein neuer Berg war entstanden: der Tauferberg. Das Wasser der Ötztaler Ache staute sich im Längenfelder Becken zu einem riesigen See. Von Umhausen aus geht es den Tauferberg hinauf nach Niederthai. Auch hier gab es einen See, wovon Seeterrassen zeugen.

Von Niederthai aus unternehmen wir eine Wanderung entlang des Horlachbaches bis zur Schweinfurter Hütte auf 2.028 m Höhe. Hier besteht die Möglichkeit zur Einkehr. Am frühen Nachmittag sind wir wieder zurück in Niederthai. Nun folgen wir dem Lauf des Horlachbaches bis zur Aussichtsplattform Stuibenfall, mit 159 Meter Fallhöhe der höchste Wasserfall Tirols. Erleben Sie die Kraft der tosenden Wassermassen unter Ihren Füßen.

Am Gasthof Stuibenfall endet unsere Wanderung. Danach geht es zurück nach Huben auf Ihren Campingplatz.

Anspruch Niederthai – Schweinfurter Hütte: 2 Std. Gehzeit, 5,5 km, 500 Höhenmeter, Niederthai – Aussichtsplattform Stuibenfall: 2 km, 180 Höhenmeter (bergab)

Stuibenfall bei Umhausen

7. Tag: Heimreise 

Termine
7 Tage 07.07. – 13.07.2019
7 Tage 18.08. – 24.08.2019
7 Tage 05.07. – 11.07.2020
7 Tage 12.07. – 18.07.2020

Leistungen
6 Übernachtungen Naturcamping Huben
1 x Essen im Hotel Bergwelt in Vent
1 x Kaffeejause (1 Tasse Kaffee und 1 Stück Kuchen)
• 5 geführte Wanderungen laut Programm
Shuttle Shuttle-Service (Hin- und Rückfahrt): 3 x Vent, 1 x Obergurgl, 1 x Niederthai

Fahrt mit den Sesselliften Wildspitz und Wildes Mannle
Infomaterial

Im Reisepreis nicht enthalten
Evtl. Talfahrt mit Hohe Mut Bahn

Teilnehmerzahl
Bis 4 Wochen vor Reisebeginn zu erreichende Teilnehmerzahl max. 8, min. 5.

Reiseleitung
Dipl. Geographin Heidi Rüppel und Dipl. Geograph Jürgen Apel
(Natur- und Kulturgeschichte, Geographie)

Teilnehmergebühren
Reisemobil/Wohnwagen
Mit zwei Personen: 995 Euro
Einzelperson: 695 Euro
Jede weitere Person über 18 Jahre: auf Anfrage

Änderungen vorbehalten 

Anmeldung
SIWA TOURS
Inhaber: Siegfried Wagner
Industriestrasse 50
D-88441 Mittelbiberach
Reiseanmeldungsformular >>

Reiseveranstalter
geokulturzeit
Studienreisen & Exkursionen
Unterdorfstraße 13
37217 Witzenhausen

Fon. 05542.4834
E-Mail. kontakt@geokulturzeit.de