Geo-Erlebnisreise Dolomiten

Geo-Erlebnisreise Dolomiten
Rund um Schlern – Rosengarten – Latemar – Marmolada – Sella und Geisler

Seit 2009 stehen die Dolomiten aufgrund ihrer Schönheit und Einzigartigkeit auf der Welterbeliste der UNESCO.

Lernen Sie auf dieser Reise und einer traumhaft schönen Route durch die grandiose Bergwelt der westlichen Dolomiten die Geheimnisse Südtirols und des Trentinos kennen. Es erwarten Sie spannende Zeitreisen, auf denen Sie viel über die Entstehung der Dolomiten und unseres Planeten erfahren. Gemeinsam tauchen wir ein in urzeitliche Welten, in Welten, die uns Menschen fern und doch auch sehr vertraut sind.

Lassen Sie sich ein auf das Abenteuer Erdgeschichte und Berge. Wir freuen uns auf Sie!

Keine Angst vor hohen Bergen und schmalen Straßen!
Auf unserer Tour durch die Dolomiten brauchen Sie keine steilen Berge besteigen und die Straßen zu den Stell- bzw. Campingplätzen sind gut ausgebaut. Die Ausflüge vor Ort unternehmen wir mit unserem Tourbus. Die im Programm vorgesehenen Wanderungen werden den unterschiedlichen Ansprüchen und konditionellen Möglichkeiten gerecht (s. u. Anforderungen).

Mit dem Caravan in die Dolomiten
Wir möchten die Tour für alle Teilnehmer entspannter gestalten, daher haben wir an einigen Tagen für die Wohnwagen-Gespanne kleine Änderung im Programmablauf vorgenommen.

Tourtermin

13 Tage vom 12.06. – 24.06.2022
13 Tage vom 04.09. – 16.09.2022

Tages-Etappen (Änderungen vorbehalten)
So, 1. Tag: Anreise
Anreise nach Tisens bei Lana, südlich von Meran. Begrüßung und Kennenlernen bei einem gemeinsamen Abendessen auf dem Campingplatz in Tisens.
Übernachtung: Naturcaravanpark und Comfort Camping Tisens in Südtirol.

Mo, 2. Tag: Meran mit Spaziergang entlang der Tappeinerpromenade
Ausflug mit Tourbus nach Meran. Erst einmal angekommen und die Region und ihre naturräumliche Ausstattung kennen lernen. Von Gratsch aus unternehmen wir einen Spaziergang entlang des Tappeinerweges, einer der schönsten Höhenpromenaden Europas (Länge: 4 km bis Pulverturm). Der Weg weist kaum Steigungen auf. Am Pulverturm queren wir die Nahtstelle, an der Ur-Europa und Ur-Afrika vor 50 Millionen Jahren aufeinandergeprallt sind und in der Folge die Alpen herausgehoben wurden. Herrliche Ausblicke und ein Mix aus alpiner und mediterraner Vegetation erwarten uns. Vom Pulverturm aus führt ein Weg hinunter bis ins Zentrum von Meran (ca. 1 km). Hier haben Sie Zeit zur freien Verfügung. Rückfahrt am Nachmittag zum Campingplatz nach Tisens.
Übernachtung: Naturcaravanpark und Comfort Camping Tisens in Südtirol.

Tappeinerweg / Meran
Tappeinerweg / Meran

Di, 3. Tag: Erdpyramiden von Lengmoos und Bozener Bauernmarkt
Heute fahren wir mit dem Tourbus nach Lengmoos am Ritten und schauen uns dort die Erdpyramiden an, bizarr geformte Erdkegel aus ehemaligem Moränenmaterial eines eiszeitlichen Gletschers. Zuoberst tragen die Erdkegel einen Deckstein, zum Teil von beachtlicher Größe. Erdpyramiden gibt es auf allen Kontinenten. Die Rittner Erdpyramiden sind die höchsten Europas und die am besten ausgeformten – ein ganz beeindruckendes geologisches Naturdenkmal.

Von der Aussichtsplattform Erdpyramiden aus haben wir einen herrlichen Blick auf das Schlernmassiv. Ganz in der Nähe der Aussichtsplattform gibt es das Café Erdpyramiden.

Gegen Mittag fahren wir nach Bozen und besuchen dort den Bauernmarkt. Danach hat jeder Zeit zur freien Verfügung. Vielleicht besuchen Sie das Archäologiemuseum. Am Nachmittag geht es zurück zu unserem Campingplatz nach Tisens.
Übernachtung: Naturcaravanpark und Comfort Camping Tisens in Südtirol.

Aussichtsplattform Erdpyramiden
Aussichtsplattform Erdpyramiden

Mi, 4. Tag: Schloss Sigmundskron bei Bozen
Auch heute bleibt das Wohnmobil auf dem Campingplatz stehen. Am Vormittag fahren wir per Bus Richtung Bozen und besuchen Schloss Sigmundskron, das Herzstück der MessnerMountainMuseen. Für den Rundgang lassen wir uns Zeit (ca. 3 Std). Es gibt hier ein Café und einen herrlichen Innenhof, in dem wir bei schönem Wetter verweilen werden. Wunderbare Ein- und Ausblicke erwarten uns.

Direkt am Eingang des Schlosses und auch im Innenhof sind wunderschöne Säulen aus Bozener Quarzporphyr aufgeschlossen – ehemals pyroklastisches Gesteinsmaterial glutheißer Aschewolken, die hier vor 277 Mio. Jahren niedergegangen sind. Der Quarzporphyr ist das Gestein, was einem auf Schritt und Tritt begegnet, meist als Pflasterstein in den Fußgängerzonen der Städte.

Am Nachmittag geht es zurück zu unserem Campingplatz nach Tisens.
Übernachtung: Naturcaravanpark und Comfort Camping Tisens in Südtirol.

Schloss Sigmundskron bei Bozen
Schloss Sigmundskron bei Bozen

Do, 5. Tag: Kloster Weißenstein und Bletterbachschlucht – der Grand Canyon Südtirols
Heute beginnt unsere Rundfahrt durch die Dolomiten. Erstes Ziel unserer Tour ist Kloster Weißenstein. Von hier aus geht es dann zur Bletterbachschlucht, eine der großartigsten und geologisch interessantesten Schluchten Europas – ein faszinierendes Naturphänomen. Mehr als vierzig Millionen Jahre Erdgeschichte können hier im steinernen Buch der Erdgeschichte nachgelesen werden.

Kloster Weißenstein
Kloster Weißenstein

Vom Naturparkzentrum aus beginnt unsere 2,5 bis 3,5-stündige Führung durch die Schlucht mit einem Geoparkführer oder einer Geoparkführerin. Dabei erleben Sie Erdgeschichte hautnah. Bergschuhe, Helm und Wanderbekleidung sind erforderlich. Helme kann man im Naturparkzentrum ausleihen (kostenlos).
Anspruch Rundweg Bletterbachschlucht 4,6 km, ca. 250 Höhenmeter.

Anmerkung: Die Bletterbachschlucht kann aufgrund der Wetterlage nicht begehbar sein (Starkregen, Überflutungsgefahr und Steinschlag). Dann müsste die Wanderung verlegt werden. Gegebenenfalls müsste sie ganz ausfallen. Als Alternative könnten wir Castelfeder besuchen, wo u.a. Siedlungsreste einer römischen Bastion zu sehen sind.

Bletterbachschlucht - der Grand Canyon Südtirols
Bletterbachschlucht – der Grand Canyon Südtirols

Wer kein Interesse an der Wanderung hat, kann von Kloster Weißenstein aus auch weiterfahren und den Tag auf eigene Faust genießen. Alle, die mit in die Schlucht möchten, fahren mit uns im Tourbus oder mit ihrem eigenen Wohnmobil vom Kloster aus (großer Parkplatz) zum Naturparkzentrum.

Treffpunkt gegen Abend ist der Untereggerhof, wo wir gemeinsam im Gasthof zu Abend essen werden. Herrliche Ausblicke vom Stellplatz aus zum Latemar erwarten uns. Donnerstags hat auch die Sternwarte unterhalb des Hofes geöffnet. Vielleicht haben Sie nach dem Abendessen noch Lust auf ein bisschen „Sterne gucken“, vorausgesetzt das Wetter ist gut und der Himmel nicht verhangen.
Übernachtung: Stellplatz Untereggerhof (ohne V/E).

 Änderung am 5. Tag für Wohnwagen-Gespanne 
Der Wohnwagen bleibt in Tisens stehen und Sie fahren die Tour mit Ihrem PKW (Kloster Weißenstein – Bletterbachschlucht – Untereggerhof – Tisens).
Nach dem Tagesprogramm (Abendessen und Sternwarte) fahren Sie mit Ihrem PKW zurück
nach Tisens (ca. 45 Kilometer).
Übernachtung im Wohnwagen auf dem Campingplatz in Tisens.

Fr, 6. Tag: Jochgrimmpass, Aussichtspunkt Bletterbachschlucht, Karersee
Heute geht die Reise weiter durch die Dolomiten. Unser Ziel ist der Jochgrimmpass auf 1.989 m Meereshöhe, zwischen Weißhorn und Schwarzhorn gelegen. Die beiden Berge werden durch eine markante geologische Störung getrennt, die so genannte Trudnerlinie. Während der Alpenbildung kam es hier zu einer vertikalen Verschiebung: das Schwarzhorn wurde dabei um 1.000 m angehoben. Der Sattel von Jochgrimm wird nachweislich seit rund 10.000 Jahren von Menschen als Siedlungs-, Jagd- und Weidegebiet genutzt.

Vom Pass aus unternehmen wir eine kurze Wanderung (2 km, 50 Höhenmeter) zur Aussichtsplattform Bletterbachschlucht. Für geübte Wanderer besteht die Möglichkeit, von hier aus mit uns weiter über das Weißhorn zurück zum Parkplatz zu gehen (3,5 Std., 460 Höhenmeter, 7 km). Alle anderen gehen den Weg, den wir gekommen sind, wieder zurück zum Parkplatz und fahren schon mal weiter zu unserem Campingplatz im Fassatal. Auf dem Weg dorthin liegt der Karersee. Hier könnte man einen kurzen Stopp einlegen (gebührenpflichtiger Parkplatz).
Übernachtung: Camping Vidor Family & Wellness Resort in Pozza di Fassa.

 Änderung am 6. Tag für Wohnwagen-Gespanne 
Standortwechsel: Sie fahren selbstständig mit Ihrem Wohnwagen-Gespann zum Camping Vidor Family & Wellness Resort im Fassatal. 

Zunächst treffen wir uns aber um 10.30 Uhr auf dem Parkplatz beim Eisstadion in Cavalese (genaue Wegebeschreibungen gibt es im Roodbook!).

Shuttle-Service zum Jochgrimmpass
Am Eisstadion lassen Sie ihr Fahrzeug stehen und wir fahren gemeinsam mit dem Tourbus auf den Jochgrimmpass.
Nach unserem gemeinsamen Tagesprogramm bringen wir Sie wieder nach Cavalese zu Ihrem Fahrzeug und Sie können die Fahrt ins Fassatal fortsetzen.
Übernachtung der gesamten Gruppe:
Camping Vidor Family & Wellness Resort in Pozza di Fassa.

Aussichtspunkt Bletterbachschlucht am Jochgrimmpass
Aussichtspunkt Bletterbachschlucht am Jochgrimmpass

Sa, 7. Tag: Zur Marmolada – „Königin der Dolomiten“
Am Morgen beginnt unser Ausflug mit dem Bus zur Marmolada, dem höchsten Bergmassiv der Dolomiten, dessen höchster Punkt von der Punta Penia (3.343 m) gebildet wird. Vorbei am Fedaia-Stausee, in dem sich die Nordflanke der Marmolada mit dem Gletscher spiegelt, fahren wir zur Seilbahnstation Funivie Marmolada nach 
Malga Ciapéla, 32 km entfernt von unserem Campingplatz im Fassatal gelegen. 

Die Marmolada Seilbahn fährt die fast 1.000 m hohe steile Südflanke der Marmolada hinauf, von 1.450 m auf 3.265 m. Sie ist eine der schönsten und für Alpinisten schwierigsten Steilwände in den Dolomiten. Hier oben befindet sich die höchst gelegene Panorama-Terrasse der Dolomiten von der sich herrliche 360-Grad-Rundumblick eröffnen. .

In der Bergstation von Punta Rocca gibt es ein Restaurant und ein Museum zum 1. Weltkrieg mit einer Grotte, die einer Höhle nachempfunden ist, die die Soldaten in den Jahren 1916-1917 zum Schutz vor Wind, Wetter und vor dem Feind in den Berg gruben. Am Nachmittag fahren wir zurück ins Fassatal zu unserem Campingplatz. Kurzer Stopp am Fedaia-Stausee.
Übernachtung: Camping Vidor Family & Wellness Resort in Pozza di Fassa.

Fedaia-Stausee an der Nordflanke der Marmolada
Fedaia-Stausee an der Nordflanke der Marmolada

So, 8. Tag: Tag zur freien Verfügung im Fassatal
Heute haben Sie Zeit zur freien Verfügung. Vielleicht nutzen Sie die Annehmlichkeiten Ihres Campingplatzes (Schwimmen und Wellness im Aquapark) oder Sie unternehmen eine kleine Wanderung. Genießen Sie einfach nur die Berge.
Übernachtung: Camping Vidor Family & Wellness Resort in Pozza di Fassa.

Sella Stock
Sella Stock

Mo, 9. Tag: Reisetag durch die Dolomiten nach Brixen und zu den Geislern
Heute reisen Sie ganz individuell durch die Dolomiten über den Sella Pass (2.240 m Höhe) ins Grödnertal nach Wolkenstein, St. Ulrich und weiter nach Brixen, wo wir uns am Nachmittag treffen werden. In Brixen unternehmen wir einen kleinen Stadtbummel und werfen dabei einen Blick in den Brixener Dom (bis 18 Uhr geöffnet). Sehenswert sind u.a. die Fresken im Kreuzgang und die Schalensteine auf der Brüstung im Kreuzgang. In Brixen können wir in einem netten Restaurant gemeinsam zu Abend essen (nicht im Reisepreis enthalten) und anschließend zu unserem Stellplatz (Wanderparkplatz) auf die Zanser Alm unterhalb der Geislerspitzen fahren. Auf dem Wanderparkplatz ist dann auch Ruhe eingekehrt!
Übernachtung: Wanderparkplatz Zanser Alm (ohne V/E).

 Änderung am 9. Tag für Wohnwagen-Gespanne 
Für Wohnwagen-Gespanne ist die Fahrt über den Sella-Pass verboten!
Nutzen Sie den Tag für eigene Erkundungen und fahren Sie anschließend zurück nach Tisens auf den bekannten Campingplatz, wo Sie übernachten werden.
Übernachtung: Naturcaravanpark und Comfort Camping Tisens in Südtirol.

Langkofel / Sella Pass
Langkofel / Sella Pass
Sella Pass
Sella Pass

Di, 10. Tag: Aufenthalt an den Geislern und im Villnösstal
Auch die Geisler sind Teil einer urzeitlichen Riff- und Lagunenlandschaft. Überall treffen wir auf erdgeschichtliche Zeugnisse und Spuren verschwundener Meere, Küstenlandschaften und Vulkane. Hier im Villnösstal hat Bergsteigerlegende Reinhold Messner seine frühe Kindheit verbracht und erste Kletterversuche in den Geislern unternommen.

Auf seinen Spuren werden wir vom Wanderparkplatz Zams aus eine etwa 3,5-stündige Wanderung auf dem Adolf-Munkelweg (Anspruch max. 8 km, 500 Höhenmeter) entlang der Geislerspitzen unternehmen. Unterwegs kehren wir auf der Gschnagenhardt-Alm auf 2.006 m Höhe ein. Hier hat Reinhold Messner, wie er selbst schreibt, die schönste Zeit seiner Kindheit verbracht. Bis heute ist die Alm sein Lieblingsplatz in den Dolomiten geblieben.

Geislerspitzen im Villnösstal
Geislerspitzen im Villnösstal

Wer die Tour nicht mitgehen möchte, verbringt den Tag auf der Zanser Alm und unternimmt von dort aus einen kleinen Spaziergang.

Eine Alternative wäre, das Naturparkzentrum in St. Magdalena zu besuchen oder das Mineralienmuseum in Teis mit seinen wunderschönen Achaten (eine Alternative auch bei schlechtem Wetter). Treffpunkt gegen Abend ist der uns bekannte Campingplatz in Tisens.
Übernachtung: Naturcaravanpark und Comfort Camping Tisens in Südtirol.

Änderung am 10. Tag für Wohnwagen-Gespanne 
Heute fahren Sie eigenständig von Tisens aus mit Ihrem PKW zum Wanderparkplatz Zanser Alm unterhalb der Geislerspitzen, am Ende des Villnößtals gelegen (ca. 70 Kilometer, genaue Wegebeschreibungen gibt es im Roodbook!).
Hier hat der Rest der Gruppe übernachtet und erwartet Sie um 10 Uhr zu unserer gemeinsamen Wanderung.
Am Nachmittag fährt die gesamte Gruppe auf den Campingplatz nach Tisens zurück.

Mi, 11. Tag: Ruhetag
Nach erlebnisreichen Tagen genießen wir heute mal den Tag ganz individuell. Vielleicht gnießen Sie die Annehmlichkeiten Ihres Campingplatzes, der über ein beheiztes Freibad mit einem 25 m Schwimmbecken und einer schönen Liegewiese verfügt. 

Ansonsten besteht auch die Möglichkeit, eine kleine Wanderung nach Prissian und evtl. weiter bis Crissian zu unternehmen. Die vielen Schlösser und Burgen in Tisens-Prissian waren einmal Ansitze von Grafen, Ritter und Adeligen, die hier ihre Sommerfrische genossen. Die Burgen wurden zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert erbaut. Heute sind sie in privatem Besitz. In Prissian könnten Sie sich z.B. das Castel Katzenzungen mit der ältesten Rebe der Welt ansehen. 
Übernachtung: Naturcaravanpark und Comfort Camping Tisens in Südtirol.

Rosszähne / Seiser Alm
Rosszähne / Seiser Alm

Do, 12. Tag: Ausflug nach Seis am Schlern und auf die Seiser Alm
Auf der letzten Etappe unserer Dolomiten-Reise geht es heute per Tourbus nach Seis am Schlern und mit der Seilbahn hinauf auf die Seiser Alm, wo wir den Tag gemütlich verbringen werden. Gemeinsam unternehmen wir einen kleinen erdgeschichtlichen Rundgang auf dem Panoramaweg hinauf zum Panoramahotel (ca. 1,5 Std., 3 km, 180 Höhenmeter). Auch eine Seilbahn führt hinauf zum Panoramahotel (Kosten nicht im Reisepresi enthalten). Nicht weit entfernt vom Hotel (ca. 15 Min. Gehzeit) liegt die Laurin Hütte. Hier besteht die Möglichkeit zur Einkehr.

Das Gebiet des Schlern und der Seiser Alm gilt unter Geologen als Paradebeispiel für eine urzeitliche Riff- und Beckenlandschaft mit Lagunen, die vor mehr als 200 Millionen Jahren 3.000 km weiter südlich in einem tropisch-warmen Meer vor der Nordküste von Ur-Afrika entstanden ist. Die einst vom Meer bedeckte Unterwasserlandschaft liegt heute nahezu unverändert an der Landoberfläche. Der Touristensteig führt vom einstigen tiefen Meeresbecken der Seiser Alm entlang des Riffhanges auf das Riff und die dahinter liegende Lagune bei den Schlernhäusern.

Von der Laurin Hütte aus kann man den Touristensteig gut einsehen. Gegen Nachmittag treffen wir uns wieder an der Bahn in Kompatsch und fahren hinunter nach Seis und dann zurück auf unseren Campingplatz nach Tisens.
Übernachtung: Naturcaravanpark und Comfort Camping Tisens in Südtirol.

Schlern / Seiser Alm
Schlern / Seiser Alm

Fr, 13. Tag: Heimreise
Heute heißt es Abschied nehmen. Während die einen die Heimreise antreten müssen, können andere eventuell ihre Reise noch verlängern.

Änderungen vorbehalten.

Reisepreis und Infos >>


„Kupferstraße“

Auf der „Kupferstraße“ durch die Alpen
Entlang einer alten Handelsroute zwischen Mondsee & Gardasee

Begleiten Sie uns auf unserer 15-tägigen Themenreise entlang der „Kupferstraße“ vom Chiemgau aus nach Südtirol bis zum Gardasee und in die Monti Lessin

Auf den Spuren der Natur- und Menschheitsgeschichte

Was ist die „Kupferstraße“

Die „Kupferstraße“ ist eine alte Handelsroute, auf der auch Ötzi, der Mann aus dem Eis, vor mehr als 5.000 Jahren unterwegs war.
Die Kupferstraße ist rund 500 km lang. Sie beginnt in den Feuersteinbrüchen in den Monti Lessini bei Verona, östlich des Gardasees, und führt von dort aus über Bozen, Meran in den Vinschgau und durch das Schnalstal weiter über den Alpenhauptkamm ins Ötz- und Inntal, bis hin zu den zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannten Pfahlbaudörfern am Mondsee und Attersee.
Entlang der „Kupferstraße“ werden Sie wunderbare Landschaften kennenlernen, Museen besuchen, archäologische Ausgrabungsstätten und Originalschauplätze, an denen urgeschichtliche Menschen gewohnt, gerastet und geschlafen haben, wo sie kultische Rituale vollzogen und Gottheiten verehrt haben und wo sie ihre Rohstoffe, wie das Kupfer, gewonnen und weiterverarbeitet haben. Darüber hinaus erfahren Sie viel über die Entstehungsgeschichte der alpinen Landschaften und die geologischen Prozesse und klimatischen Einflüsse, die die Alpen geformt haben.

Keine Angst vor hohen Bergen und schmalen Straßen!
Auf unserer Tour durch die Alpen brauchen Sie keine steilen Berge besteigen und die Straßen zu den Stell- bzw. Campingplätzen sind gut ausgebaut. Die Ausflüge vor Ort unternehmen wir mit unserem Tourbus oder nutzen auch mal das öffentliche Verkehrsnetz. Die im Programm vorgesehenen Wanderungen werden den unterschiedlichen Ansprüchen und konditionellen Möglichkeiten gerecht (s. u. Anspruch).


Tourtermin
15 Tage vom 17.07. – 31.07.2022

Tages-Etappen (Änderungen vorbehalten)
1. Tag: Anreise
Eigene Anreise nach Erding. Am Abend Treffen der Teilnehmer. Kennenlernen und Besprechung des Programmablaufs für die nächsten Tage.
Übernachtung: Wohnmobilpark an der Therme in Erding.

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Alpenvorland mit Blick zum Großvenediger

2. Tag: Ebersberger Alm – Chiemsee – Mondsee
Tagesthema: Eiszeit, die Entstehung der Seenlandschaft und Besiedlung durch den Menschen

Am Vormittag fahren wir zur Ebersberger Alm. Vom 35 m hohen Aussichtsturm aus hat man bei guter Sicht einen herrlichen Blick auf die Alpen und das eiszeitlich geprägte Rosenheimer Land und Inntal. Während der Eiszeit, vor rund 20.000 Jahren, waren die Alpen komplett vergletschert. Mächtige Auslassgletscherzungen breiteten sich bis weit ins Alpenvorland hinaus aus, so auch der Inn- und Chiemseegletscher. 

Von der Ebersberger Alm aus geht die Fahrt weiter durch die hügelige Moränenlandschaft Richtung Wasserburg und nach Seebruck am Chiemsee. Auf dem Weg dorthin werden wir noch eine imposante Hinterlassenschaft des Eises aufsuchen, einen so genannten Findling.

In Seebruck legen wir einen kurzen Stopp ein und unternehmen einen kleinen Spaziergang entlang des Seeufers. Anschließend geht die Reise weiter Richtung Mondsee.

Übernachtung: Camp MondSeeLand in Mondsee/Tiefgraben.

Chiemsee bei Seebruck

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Basilika St. Michael, Mondsee

3. Tag: Mondsee am Mondsee – Attersee – Seewalchen
Tagesthema: Geschichte der Pfahlbaukultur

Tagesausflug mit dem Tourbus. Am Vormittag besuchen wir das Pfahlbaumuseum in Mondsee. Die untergegangenen Pfahlbaudörfer von Mond- und Attersee sind 2011 zusammen mit weiteren Pfahlbaudörfern im gesamten Alpenraum zum Welterbe der UNESCO ernannt worden. Während der Jungsteinzeit, vor mehr als 5.000 Jahren, lebten an Mond- und Attersee Bauern. Neben der Landwirtschaft widmeten sich die Menschen auch der Kupfergewinnung und – verarbeitung. Das Mondseeland muss so etwas wie ein Technologiezentrum der Kupfergewinnung und -verarbeitung gewesen sein. Die Leute vom Mondsee betrieben regen Fernhandel. Die Handelsbeziehungen reichten über die Alpen nach Italien und über die Donau bis zum Schwarzen Meer.

Anschließend besuchen wir die untergegangenen Pfahlbaustationen entlang des Mond- und Attersees. Auf einer ufernahen Straße fahren wir von Mondsee aus nach Seewalchen am Attersee. Die Fahrt ist ein Erlebnis. Immer wieder hat man schöne Ausblicke und man kommt sehr nah an Mond- und Attersee heran. Eine der Welterbestätten liegt in See, am Fuße des Schafberges – ein fossiles Riff, das während der Alpenbildung viele tausend Kilometer von der Nordküste Afrikas bis hierher verfrachtet wurde. Hier legen wir einen Stopp ein. Leider ist von den Pfahlbaudörfern nichts mehr zu sehen. Die Überreste liegen unter Wasser. Bei Misling sind Boots- und Badehäuser in den See hineingebaut, Holzkonstruktionen auf Pfählen. Sie vermitteln einen kleinen Eindruck davon, wie die Pfahlbauten das Seeufer hier einst säumten.

Am Nachmittag unternehmen wir eine Schiffsexpedition und erkunden den nördlichen Attersee, erfahren interessante Geschichten über seine Entstehung und über die hier lebenden Perlfische, Seelauben und Armleuchteralgen. In Seewalchen tauchen wir noch einmal in die Frühgeschichte ein und staunen über originale Pfähle, Steinwerkzeuge, Pfeilspitzen und einen faszinierenden Steinzeit-Bohrapparat.
Rückfahrt zum Wohnmobil-Stellplatz auf dem Camp MondSeeLand.

Übernachtung: Camp MondSeeLand in Mondsee/Tiefgraben.

Mondsee bei See © Fotolia.com

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Blick in die Tauern
 

4. Tag: Mühlbach am Hochkönig
Tagesthema: 4.000 Jahre Bergbaugeschichte und Kupfererzgewinnung

Heute verlassen wir das Mondseeland und fahren an Salzburg, der Burg Hohenstein und dem Götschenberg vorbei zum Mitterberg nach Mühlbach am Hochkönig, der mächtigsten Kupfererzlagerstätte der Ostalpen. Über viele Jahrtausende wurde hier Erz abgebaut. Vom Mitterberg hatten auch die jungsteinzeitlichen Pfahlbauer von Mond- und Attersee mit großer Wahrscheinlichkeit ihr Erz bezogen. In Mühlbach angekommen, besuchen wir zunächst das Bergbaumuseum. Anschließend geht es hinauf zum Arthurhaus (Hotel und Gaststätte) und zu unserem Stellplatz.

Vom Arthurhaus aus unternehmen wir eine kleine Wanderung entlang des Erzweges. Zunächst werfen wir einen Blick in das so genannte Keltenloch, einen schräg in den Berg getriebenen bronzezeitlichen Grubenbau, wo mittels Feuersetzen das Erz gewonnen wurde. Weiter geht es in das prähistorische Erzabbaugebiet am Hochkeil und auf dem Troiboden, wo bei archäologischen Grabungen unter anderem ein Kupferbeil gefunden wurde, wie es der berühmte Gletschermann Ötzi bei sich trug. Hier hatten vermutlich auch die Pfahlbauer von Mond- und Attersee ihre Minen.

Am Abend gemeinsames Essen im Arthurhaus.

Anspruch Wanderung Erzweg bis Troiboden – Stellplatz: 4 km und 150 Höhenmeter (bergauf-bergab).
Unsere Wanderung könnten wir bei schönem Wetter noch ein wenig ausdehnen und hinauf zum Hochkeil auf 1.784 m gehen. Weite Blicke bis in die Tauern und zum Großglockner erwarten uns.

Anspruch Stellplatz – Hochkeil – Stellplatz: 8 km und 350 Höhenmeter (bergauf-bergab).

Übernachtung: Wohnmobil-Stellplatz/Parkplatz Arthurhaus am Hochkönig (1.500 m ü.N.N.), ohne V/E.
Einkaufmöglichkeit: In Mühlbach.

Prähistorische Kupfererzabbaugebiet am Hochkönig

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Stuibenfall bei Umhausen

5. Tag: Reisetag entlang der „Kupferstraße“ ins Ötztal
Heute setzen wir unsere Reise auf der „Kupferstraße“ fort und fahren von Mühlbach aus in Richtung Salzburg und weiter durch das Inntal, vorbei an Schwaz und Innsbruck, ins Ötztal nach Huben.
Übernachtung: Ötztaler Naturcamping in Huben.
Einkaufmöglichkeit: Supermarkt in Längenfeld.

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Vent im Ötztal

6. Tag: Vent im Ötztal
Tagesthema: Heilige Berge – afrikanischer Boden und steinzeitliche Jäger und Händler

Am Vormittag fahren wir mit dem Bus ins schöne Bergsteigerdorf Vent und unternehmen dort eine gemütliche Wanderung mit Rucksackverpflegung.

Vent liegt auf einer Seehöhe von 1.890 m. Das Prädikat „Bergsteigerdorf“ bekam der kleine Ort hoch oben in den Ötztaler Alpen zusammen mit weiteren 20 Bergdörfern in den Alpen von den Alpenvereinen verliehen. Besonders ursprüngliche Orte mit Alpingeschichte, und da kann Vent wirklich einiges bieten, einem funktionierenden Dorfleben und einem weitgehend intakten Landschaftsbild sollten in ihrer nachhaltigen Entwicklung unterstützt werden.

Nach dem Dorfrundgang mit Besichtigung der Bergsteigerkapelle geht es auf dem archäologischen Wanderweg A2 weiter in Richtung Similaun zu den Originalschauplätzen, an denen steinzeitliche Jäger und Händler gerastet und geschlafen haben (Hohler Stein) und wo sie kultische Rituale vollzogen und Gottheiten verehrt haben (Kaser, prähistorische Steinsetzungen).

 

Von Vent bis zum Hohlen Stein sind es 2,5 km (200 Höhenmeter), bis zum Kaser weitere 2,5 km und 150 Höhenmeter. Der Weg ist ein gut ausgebauter Fahrweg – bequem zu gehen.
Anspruch Parkplatz Vent – Kaser – Parkplatz Vent: 10 km und 350 Höhenmeter (bergauf-bergab).

Am späten Nachmittag fahren wir zurück zum Campingplatz nach Huben.
Übernachtung: Ötztaler Naturcamping in Huben.

Archäologischer Wanderweg mit der Gipfelpyramide des Similaun im Blick

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7. Tag: Ausflug zum Köfels Felssturz und Stuibenfall und nach Burgstein
Tagesthema: Felsstürze und ihre Auswirkungen

Per Tourbus geht es heute vom Campingplatz aus nach Umhausen zum Felssturz zu Köfels, einer der größten Felsstürze der Zentralalpen. Ereignet hatte sich der Felssturz vor etwa 9.600 Jahren. Rund 3 Kubikkilometer Gestein stürzten vom gegenüberliegenden Berg in die Tiefe und riegelten das Ötztal auf einer Länge von circa 3 Kilometern ab.

Das Wasser der Ötztaler Ache staute sich im Längenfelder Becken zu einem großem See. Irgendwann schaffte es die Ache, die Felssturzmassen zu durchbrechen und das Wasser des Sees floss ab. Die Maurachschlucht war entstanden, die wir durchfahren werden. Auch in Niederthai hat sich durch die Felssturzmassen ein See gebildet. Noch heute zeugen markante Seeterrassen davon.

Von Niederthai aus unternehmen wir eine kleine Wanderung entlang des Horlachbaches bis zur Aussichtsplattform Stuibenfall. Hier stehen Sie direkt über dem Wasserfall und blicken in die Tiefe. Mit 159 Meter Fallhöhe ist der Stuibenfall der höchste Wasserfall Tirols. Erleben Sie die Kraft der tosenden Wassermassen unter Ihren Füßen.

Am Gasthof Stuibenfall endet unsere Wanderung (Möglichkeit zur Einkehr).
Anspruch Niederthai – Stuibenfall: 2 km und 150 Höhenmeter (bergab).

Anschließend fahren wir durch das Längenfelder Becken zurück nach Huben. Unterwegs unternehmen wir noch einen kurzen Abstecher hinauf nach Burgstein, von wo aus wir noch einmal einen wunderbaren Blick auf den Felssturz und das Längenfelder Becken haben. Ein kurzer Spaziergang von 500 Metern bis zur Hängebrücke ist möglich. Die 83 Meter lange Hängebrücke verbindet Burgstein und Brand und befindet sich rund 200 m über dem Talboden des Ötztals.
Übernachtung: Ötztaler Naturcamping in Huben.

Längenfelder Becken und Felssturz zu Köfels

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Blick vom Reschenpass zum Ortler (3.905 m)

8. Tag: Reisetag über den Reschenpass nach Südtirol – Naturns
Nach dem Frühstück verlassen wir das Ötztal und fahren über Landeck und den Reschenpass nach Südtirol. Ab Imst folgen wir der alten Römerstraße Claudia Augusta. Empfehlenswert ist ein kurzer Stopp am Haidersee mit Blick zum Ortler.

Weiter geht es in den Vinschgau, vorbei am Tartscher Bühel und Vinschger Sonnenberg mit seiner einzigartigen Steppenvegetation nach Naturns auf unseren Campingplatz. Ein Stopp beim Tartscher Bühel von Mals mit seinem romanischen Kirchlein St. Veit lohnt sich (siehe Roadbook). Sowohl historisch als auch landschaftlich hat dieser markante und weitum sichtbare Rundhöcker viel Interessantes zu bieten. Archäologisch ist er ebenfalls sehr interessant.

Bitte beachten Sie die Mittagsruhe auf dem Campingplatz. Von 12.30 bis 14.30 Uhr ist keine Zufahrt möglich, weil der Campingplatz geschlossen ist und das Tor sich nicht öffnet.
Übernachtung: Campingplatz Adler in Naturns.

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ArcheoParc Schnals

9. Tag: Ausflug ins Schnalstal zum ArcheoParc und Vernagt-Stausee
Tagesthema: „Ötzi“ und das Leben der Menschen in der Jungsteinzeit

Am Vormittag besuchen wir den ArcheoParc Schnals in Unser Frau. Bei einer Führung durch das Freilichtmuseum werden sie anschaulich über das Leben der Menschen der Jungsteinzeit und über Ötzis Lebensraum informiert.

Nach der Mittagspause vielleicht dort im Bistro geht es nach Vernagt. Doch bevor wir starten, werfen wir noch einen Blick in die barocke Wallfahrtskirche Unser Frau.
Die Via monachorum, ein schöner Wanderweg, führt uns vom ArcheoParc aus nach Vernagt bis zum Leiterkirchlein. Wir wandeln sozusagen auf „Ötzis Spuren“.

Anspruch ArcheoParc – Vernagt – Leiterkirchlein: 2,5 km und 200 Höhenmeter (bergauf). Einzelheiten zu diesem Streckenabschnitt werden wir mit den Teilnehmern Vorort besprechen.

Am türkisfarbenen Vernagt-Stausee angekommen, blicken wir von der Staumauer aus hinauf zum Tisenhof, einen Bergbauernhof auf 1.814 m Höhe. Der Hof liegt am Eingang des Tisentals, durch das Ötzi und die steinzeitlichen Händler zogen, um von der Alpensüd- auf die Alpennordseite zu gelangen oder in umgekehrter Richtung. Beladen waren sie mit allerlei Handelsgütern, wie Getreide, Salz, Feuerstein und Kupfer.

Von Vernagt aus geht es am späten Nachmittag zurück nach Naturns auf unseren Campingplatz.
Übernachtung: Campingplatz Adler in Naturns.

Wallfahrtskirche Unser Frau

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Schloss Juval / Bergbauernhof Oberortl

10. Tag: Besuch von Schloss Juval und der archäologischen Grabungsstätte
Tagesthema: Wo hat Ötzi gewohnt?

Vom Campingplatz aus geht es mit unserem Tourbus zum Burgberg von Schloss Juval und zum Vinschger Bauernladen. Ein Shuttle-Bus bringt uns von hier aus den Burgberg hinauf bis zum Oberortlhof. Hier ist Endstation. Den restlichen Weg zum Schloss müssen wir zu Fuß gehen (ca. 500 m und 70 Höhenmeter entlang der asphaltierten Fahrstraße).

Die Führung auf Schloss Juval (Messner Moutain Museum) dauert ca. 50 Minuten. Zu beachten ist, dass das Terrain, auf dem wir uns dort bewegen, ein wenig unwegsam ist. Festes Schuhwerk ist unbedingt erforderlich!

Anschließend gehen wir wieder hinunter zum Oberortlhof, zum Schnalswaal und zur neolithischen Grabungsstätte am Burgberg. Hier könnte Ötzi, der Mann aus dem Eis, gewohnt haben. Von der Grabungsstätte aus genießen wir einen herrlichen Blick ins Etschtal und auf die zahllosen Apfelplantagen des Vinschgaus.

Auf dem Oberortlhof, einem urigen Bergbauernhof von Reinhold Messner, besteht die Möglichkeit zur Einkehr. Per Shuttle-Bus geht es vom Oberortlhof aus zurück zum Parkplatz am Vinschger Bauernladen.
Mit dem Tourbus geht es dann zurück zu unserem Campingplatz.
Übernachtung: Campingplatz Adler in Naturns.

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Archeoparc Villanders

11. Tag: Ausflug ins Eisacktal nach Villanders zum Archeoparc und der Villanderer Alm
Tagesthema: Siedlungsspuren aus der Steinzeit und die Entstehung der Dolomiten

Heute geht es von Naturns aus mit dem Bus ins schöne Eisacktal, wo der Mann aus dem Eis vermutlich seine frühe Kindheit verbracht hat. Wir besuchen den Archeoparc in Villanders (mit Führung), eine der bedeutendsten archäologischen Fundstätten mit Siedlungsspuren von der Mittelsteinzeit über die Jungsteinzeit und Bronzezeit bis zur Römerzeit.

Die Mittagspause verbringen wir auf der Villanderer Alm mit Blick auf zahlreiche Gipfel der Dolomiten und hinüber zum Brandopferplatz auf der Schlernhochfläche. Eine schöne Einkehrmöglichkeit mit Dolomitenpanorama ist die Gasser Hütte, die wir mit dem Tourbus erreichen können.

Für weitere Ausblicke bietet sich ein kleiner Spaziergang in Richtung Totenkirchl an. Einzelheiten zu einer kleinen Runde oder einer Wanderung über die Villanderer Almen werden wir mit den Teilnehmern Vorort besprechen.
Anspruch Kleine Runde: 1,5 km und 60 Höhenmeter (bergauf-bergab).
Wanderung Richtung Totenkirchl und zurück: maximal 10 km und 430 Höhenmeter (bergauf-bergab, auch nur ein Teilstück ist möglich).

Am späten Nachmittag geht es zurück nach Naturns auf unseren Campingplatz.
Übernachtung: Campingplatz Adler in Naturns.

Villanderer Alm

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Ötzis Beil und die Rekonstruktion des Mannes aus dem Eis
Ötzis Beil und die Rekonstruktion des Mannes aus dem Eis

12. Tag: Ausflug Bozen mit Besuch des Archäologiemuseums
Tagesthema: Dem Mann aus dem Eis ganz nah

Per Tourbus starten wir unseren Tagesausflug nach Bozen, wo wir das Archäologiemuseum besuchen werden (mit Führung) und uns den Mann aus dem Eis hinter einer Panzerglasscheibe ansehen werden.

Für einen Rundgang durch Bozens Altstadt, zum Waltherplatz und berühmten Bozener Bauernmarkt, haben Sie anschließend genügend Zeit.

Am Nachmittag geht es zurück nach Naturns auf unseren Campingplatz.
Übernachtung: Campingplatz Adler in Naturns.

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Area archeologica Palafitte Fiavè

13. Tag: Reisetag über Fiavé an den Gardasee
Tagesthema: Pfahlbauten Fiavé

Heute geht es von Naturns aus weiter auf der „Kupferstraße“ in Richtung Gardasee, und zu den untergegangenen Pfahlbaudörfern von Fiavè.

Die Ausgrabungsstätte von Fiavè zählt zum UNESCO Weltkulturerbe der „Prähistorischen Pfahlbauten des Alpenraumes“. Die archäologischen Ausgrabungen brachten Überreste von Hütten zu Tage, die zunächst am Seeufer (3.800 bis 3.600 vor Christus) und später nach dem klassischen Pfahlbaumodell über Wasser (1.800 bis 1.500 vor Christus) errichtet wurden.

Wir werden zunächst das Museo delle palafitte di Fiavè besuchen. Dort erwartet uns eine zweistündige Führung in deutscher Sprache. Nach dem Museumsbesuch werden wir gemeinsam dann auch das Freigelände besichtigen und sehen uns die aus dem Seeboden herausragenden Pfähle an. Nach der Führung gehen wir zurück zum Parkplatz der Fahrzeuge, der sich nur wenige hundert Meter vom Freigelände entfernt befindet.

Von Fiavè aus geht die Reise am Nachmittag weiter an den Gardasee. Eine atemberaubend schöne Fahrt erwartet uns.

Übernachtung: Camping Brione in Riva del Garda.

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Gardasee

14. Tag: Ausflug in die Monti Lessini zur Ponte di Veja und der Grotta di Fumane
Tagesthema: Feuersteine und Höhlen von Neanderthalern

Heute geht es mit unserem Tourbus in die Monti Lessini. Zunächst fahren wir zur Ponte di Veja und zu einem Feuersteinbruch. Nicht nur in den untergegangenen Pfahlbausiedlungen an Mond- und Attersee wurde dieser zu Werkzeugen und Waffen verarbeitete Feuerstein gefunden, auch Ötzi trug Werkzeuge und Waffen (Pfeilspitzen) aus Feuerstein aus den Monti Lessini bei sich.

Anschließend besuchen wir die in der Nähe gelegene Grotta di Fumane, eine der bedeutendsten prähistorischen Ausgrabungsstätten in Europa mit Siedlungsspuren von Neanderthalern und des frühen Aurignacien – von anatomisch modernen Menschen. Seit 2005 ist die Grotte der Öffentlichkeit zugänglich.

Nach Besuch der Grotte geht es zurück auf unseren Campingplatz am Gardasee. In Riva del Garda beschließen wir unsere Reise mit einem gemeinsamen Abendessen.
Übernachtung: Camping Brione in Riva del Garda.

Ponte di Veja

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Kultplatz Castelfeder

15. Tag: Heimreise
Heute heißt es Abschied nehmen. Ende unserer Reise.

Eine Empfehlung für alle, die nach Norden in Richtung Brenner fahren: Halten Sie in Castelfeder, einem alten Siedlungs- und Kultplatz, der bis in die Bronzezeit zurückreicht.
Sicher rasteten hier auch schon die jungsteinzeitlichen Händler, die mit Feuersteinen aus den Monti Lessini beladen waren. Im 6. Jahrhundert errichteten die Römer hier eine Bastion zum Schutz gegen die Germanen. Die Siedlung war umgeben von einer rund 500 m langen Stadtmauer, die in ihrer Bauweise an die Stadtmauer Konstantinopels, das heutige Istanbul, erinnert. Reste dieser Mauer sind noch erhalten.
Nach einem kleinen Spaziergang über das von Gletschereis abgeschliffene Felsplateau aus rötlichem Vulkangestein (Quarzporphyr) bietet sich Ihnen von den Resten der Stadtmauer aus – den Kuchelen – ein grandioser Ausblick ins breite Etschtal und zur Salurner Klause. Ein artenreicher submediterraner Buschwald gedeiht hier prächtig. Für den Rundgang sollten Sie gut 2 Stunden einplanen.

Änderungen vorbehalten.


Reisepreis und Infos >>
Die Tour in Bildern >>

WOHNMOBIL & WANDERN – Schnalstal Südtirol

Unterwegs auf Urwegen
Schnalstal Südtirol
Auf Ötzis Spuren durchs Schnalstal

Termin
7 Tage vom 18.09. – 24.09.2022

Vernagtstausee und Tisental

Genusswandern
Gutes tun für Körper Geist und Seele
Die Wanderreise richtet sich an Menschen, die nicht unbedingt die sportliche Herausforderung suchen, die gemütliche Wanderungen in der Natur bevorzugen – auf denen viel Zeit bleibt für den Blick auf das Schöne und historisch Interessante links und rechts des Weges.

Anmerkung
Die Wanderungen sind auch für Wandereinsteiger mit einer guten Grundkondition geeignet. Die Wege sind gut ausgebaut und leicht begehbar. Festes Schuhwerk ist in alpinem Gelände dennoch erforderlich.

Zu Ihrem Campingplatz
Der Campingplatz Adler liegt inmitten von Naturns. Der Ortskern ist nur wenige Hundert Meter entfernt, dort befinden sich die Fachgeschäfte der Naturnser Kaufleute, Spezialitäten- und Fachhandel sowie Modeboutiquen oder Restaurants. Fußläufig sind es auch nur ein paar Meter bis zu einem Sparladen, wo man alles bekommt. Der Campingplatz ist klein und bietet hohen Komfort. Er verfügt über sehr gute Sanitäranlagen, einen Waschraum mit Waschmaschine und Trockner sowie ein Hallenbad (12 m Becken) mit Whirlpool und Sauna.

Reiseprogramm (Änderungen vorbehalten)
1. Tag: Anreise
Anreise nach Südtirol auf Ihren Campingplatz in Naturns. Dort ist für Sie der Platz reserviert. Begrüßung und Kennenlernen am späten Nachmittag und kurze organisatorische Besprechung der Wanderwoche.
6 Übernachtungen ****Campingplatz Adler in Naturns.

Kloster Allerengelberg in Karthaus

2. Tag: Über die Via monachorum von Karthaus nach Unser Frau und zum ArcheoParc
Heute beginnt unsere Entdeckerwoche auf Ötzis Spuren. Wir fahren mit dem Tourbus in das Schnalstal nach Karthaus. Der Ort ist auf den Grundmauern einer alten Klosteranlage erbaut worden. Wir schauen uns die Überreste der 1326 gegründeten Klosteranlage Allerengelberg in Ruhe an.

Danach beginnt unsere Wanderung über die Via monachorum, ein von philosophischen Zitaten über die Stille und das Schweigen gesäumter Weg nach Unser Frau zur Wallfahrtskirche und zum ArcheoParc, den wir gegen Mittag erreichen und besuchen werden. Das Freilichtmuseum informiert anschaulich über das Leben der Menschen in der Jungsteinzeit und über Ötzis Lebensraum. Die Wallfahrtskirche in Unser Frau ist ein prächtiges Gotteshaus, das im Jahr 1306 erbaut wurde zu Ehren der Pilger, die hier im Jahr 1304 auf ihrem Weg nach Santiago de Compostela eine kleine Marienstatue hinterlassen haben. Nach dem Besuch des ArcheoParcs fahren wir zurück nach Naturns zum Campingplatz.

Anspruch Via Monachorum: Karthaus – ArcheoParc Schnals: 6 km, 300 Höhenmeter bergauf und 120 Höhenmeter bergab.

Wallfahrtskirche in Unser Frau

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Schloss Juval / Bergbauernhof Oberortl

3. Tag: Von Tschars entlang des Schnalswaals zum Schloss Juval
Mit dem Tourbus fahren wir das kurze Stück nach Kastelbell Tschars, wo unsere Wanderung zum Schloss Juval beginnt. Entlang des Schnalswaals, einem 500 Jahre alten Bewässerungskanal am Vinschger Sonnenberg, geht es von Tschars aus zur Reinhold Messners Sommerresidenz. Nach einem kurzen, etwas steileren Anstieg in Tschars verläuft der Waalweg ohne große Steigungen.

Herrliche Ausblicke ins Etschtal, eine botanische Vielfalt an Bäumen und Sträuchern, ein alter Kastanienhain sowie eine aufgegebene alte Getreidemühle erwarten uns entlang des Weges. Ab und an raschelt es im Gras und Gestrüpp. Die grünlich schimmernde Smaragdeidechse ist hier am trockenen Sonnenberg zu Hause.

Am Bergfuß von Schloss Juval erreichen wir eine archäologische Grabungsstätte, wo u.a. jungsteinzeitliche Siedlungsfunde gemacht wurden. Hier könnte Ötzi, der Mann vom Similaun, wie Einheimische den Mann aus dem Eis hier nennen, gewohnt haben. Weiter geht es hinauf zum MessnerMountainMuseum auf Schloss Juval (Führung: 50 Minuten). Das Museum widmet sich dem Mythos Berg.

Anschließend besteht die Möglichkeit zur Einkehr auf dem Oberortlhof, Messners urigem Bergbauernhof, bevor es wieder gemütlich mit neuen Perspektiven zurück nach Tschars geht. Am Vinschger Bauernladen werden wir noch einen Stopp einlegen und dann weiter zum Campingplatz fahren.
Einen erlebnisreichen Tag beschließen wir mit einem gemeinsamen Abendessen.

Anspruch Tschars – Schloss Juval – Tschars: 10 km, 390 Höhenmeter (bergauf-bergab).

Anmerkung  Es besteht die Möglichkeit vom Oberortlhof mit dem Shuttle-Bus zum Vinschger Bauernladen fahren.

Grabungsstätte am Burgberg von Schloss Juval

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St. Prokulus Kirche

4. Tag: Naturns – St. Prokulus Kirche – Neuräutl – Unterstell – Katharinaberg – Naturns
Unsere Wanderung beginnt in Naturns. Wir starten vom Campingplatz aus. Vorbei an der St. Prokulus Kirche mit ihren frühmittelalterlichen Fresken geht es zum Naturparkhaus (Aufenthalt: ca. 30 Minuten) und weiter zum Felsendach Neuräutl, wo sich Menschen der mittleren Steinzeit aufhielten, was Feuersteinartefakte beweisen. Anschließend fahren wir mit der Seilbahn hinauf nach Unterstell. Von der Bergstation Unterstell aus sind es gut 10 Minuten zu Fuß (steiler Anstieg) bis zur neuen Aussichtsplattform auf 1.300 m Höhe. Von hier aus haben Sie einen wunderschönen Panoramablick – vom Meraner Talkessel bis zu den Bergen der Ortlergruppe.

Schnalstal – Meraner Höhenweg

Von der Aussichtsplattform setzen wir die Wanderung aus fort und folgen dem uralten Verbindungsweg zwischen Naturns und Schnals, der bereits in der Ötzizeit von Jägern und Hirten benutzt wurde. Wir folgen ein Stück dem Meraner Höhenweg, der leicht bergauf und bergab bis Katharinaberg führt. Eine schöne Einkehrmöglichkeit liegt entlang des Weges. In Katharinaberg endet unsere Wanderung und wir fahren mit dem Linienbus zurück nach Naturns.

Anspruch Campingplatz – Neuräutl – Seilbahnstation Unterstell: 3,5 km, 100 Höhenmeter bergauf und 100 Höhenmeter bergab. Bergstation Unterstell – Katharinaberg: 7,5 km, 480 Höhenmeter bergab und 420 Höhenmeter bergauf (Summe: 11 km, 580 Höhenmeter bergab und 520 Höhenmeter bergauf). Einzelheiten bzw. Varianten der Tour werden wir mit den Teilnehmern Vorort besprechen.

Meraner Höhenweg
Meraner Höhenweg

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Tisental

5. Tag: Wanderung durchs Tisental in Richtung Ötzi-Fundstelle bis zur Hirtenschnecke
Wie gewohnt starten wir mit unserem Tourbus vom Campingplatz aus und fahren nach Vernagt zum Stausee. Dort beginnen wir unsere Wanderung entlang des Ötztaler Urwegs hinauf ins Tisental, so weit die Füße tragen. Tagesziel ist die Hirtenschnecke auf 2.280 m Höhe gelegen. Der Weg führt vorbei am Tisenhof, ein uriger Bergbauernhof mit Jausenstation auf 1.814 m Höhe. Hier könnten wir am Nachmittag einkehren und vom Freisitz aus einen herrlichen Blick auf den türkisfarbenen Vernagt-Stausee genießen.

Doch erst einmal geht es durch den von Menschenhand geschaffenen alten Lärchenwald das Tisental hinauf, durch das die mittelalterlichen Pilger und steinzeitlichen Händler, vermutlich auch Ötzi, vom Niederjoch hinunter kamen. Unser Ziel, die Hirtenschnecke, könnte ein alter Kultplatz einer schafzüchterischen Gesellschaft aus der Jungsteinzeit gewesen sein, der auch Ötzi angehörte. Vielleicht war sie, aber auch nur ein Unterschlupf für Hirten. Von der Hirtenschnecke aus sieht man das Tisenjoch, wo die Gletschermumie Ötzi 1991 gefunden wurde.

Rückfahrt von Vernagt aus am späten Nachmittag zum Campingplatz nach Naturns.

Anspruch Vernagt Stausee – Hirtenschnecke im Tisental – Vernagt Stausee: 7 km, 630 Höhenmeter (berauf-bergab). Einzelheiten werden der Tour wir mit den Teilnehmern Vorort besprechen.

Hirtenschnecke im Tisental

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Hochjochferner

6. Tag: Fahrt mit der Schnalstaler Gletscherbahn und Wanderung zur Lazaunhütte
Heute geht es noch einmal hoch hinauf in die Berge. Mit dem Tourbus fahren wir nach Kurzras und weiter mit der Schnalstaler Gletscherbahn hinauf auf 3.212 m Höhe, wo wir bei schönem Wetter und guter Sicht einen herrlichen Fernblick genießen können. Von der Bergstation aus besteht die Möglichkeit einen kleinen „Dreitausender“ zu besteigen, den Gipfel der Grawand auf 3.251 m Höhe.

Zurück in Kurzras führt unser Weg durchs Langgrubenthal zu einem Schalenstein aus prähistorischer Zeit und weiter hinauf zur Lazaunhütte auf 2.427 m Höhe, die zur Einkehr einlädt.

Nicht weit von der Hütte entfernt befindet sich der Lazaun-Blockgletscher. Er liegt in der sogenannten Permafrostzone und besteht aus gefrorenem Lockermaterial. Seine lobenförmige Stirn erinnert an einen echten Gletscher. Der 660 m lange Lazaun-Blockgletscher bewegt sich etwa 1,7 m pro Jahr.

Am späten Nachmittag Rückfahrt nach Naturns zum Campingplatz.

Anspruch Rundwanderweg Kurzras – Lazaunhütte – Kurzras: 7 km, 440 Höhenmeter (bergauf und bergab).
Einzelheiten der Tour werden wir mit den Teilnehmern Vorort besprechen. Die Umlaufbahn Lazaun steht für den Abstieg von der Lauzaunhütte zur Verfügung. Die Kosten der Talfahrt sind nicht im Reisepreis enthalten (Bei den Öffnungszeiten der Anlagen kann es kurzfristig zu Änderungen kommen!).

7. Tag: Heimreise

Termin
7 Tage vom 18.09. – 24.09.2022

Leistungen
Reiseorganisation, deutschsprachige Reisebegleitung, örtliche Führungen laut Programm

Campingplatzgebühren
6 Übernachtungen ****Campingplatz Adler in Naturns zentral gelegen (wenige Hundert Meter zu Fuß bis zu einem Sparladen und zum Ortskern), beheiztes Hallenbad (12 m Becken), Whirlpool und Sauna

1 x Abendessen
1 x Kaffeejause (1 Tasse Kaffee und 1 Stück Kuchen)

5 geführte Wanderungen laut Programm

Eintritt Schloss Juval/MMM Museum (mit Führung)
Eintritt ArcheoParc Schnals

Täglicher Shuttle-Service (einschl. ÖPNV) auf den Tagestouren laut Programm

Schnalstaler Gletscherbahn (Berg- und Talfahrt)
Seilbahn Unterstell: Einfache Fahrt

Im Reisepreis nicht enthalten
Evtl. Talfahrt mit Umlaufbahn Lazaun

Infomaterial 

Mindestteilnehmerzahl
Bis 4 Wochen vor Reisebeginn zu erreichende Teilnehmerzahl:
6 Personen (max. 10)

Reiseleitung
Dipl. Geograph Jürgen Apel

Dipl. Geographin Heidi Rüppel und Dipl. Geograph Jürgen Apel
Heidi Rüppel und Jürgen Apel

Preis
1.295 EUR
Wohnmobil/Caravan mit 2 Personen

895 EUR
Wohnmobil/Caravan mit 1 Personen

Jede weitere Person über 18 Jahre: auf Anfrage

Für unsere Touren führen wir Corona bedingt vorerst nur Teilnehmerlisten.
[… mehr Infos >>]

Wichtiger Hinweis
Reiseveranstalter: geokulturzeit UG (haftungsbeschränkt)

Änderungen vorbehalten.

WOHNMOBIL & WANDERN – Ötztaler Alpen, Vent

Unterwegs auf Urwegen
Ötztaler Alpen
Rund um das Bergsteigerdorf Vent

Termin
7 Tage vom 03.07. – 09.07.2022

Vent im Ötztal

Genusswandern
Gutes tun für Körper Geist und Seele
Die Wanderreise richtet sich an Menschen, die nicht unbedingt die sportliche Herausforderung suchen, die gemütliche Wanderungen in der Natur bevorzugen – auf denen viel Zeit bleibt für den Blick auf das Schöne und historisch Interessante links und rechts des Weges.  

Anmerkung
Die Wanderungen sind auch für Wandereinsteiger mit einer guten Grundkondition geeignet. Die Wege sind gut ausgebaut und leicht begehbar. Festes Schuhwerk ist in alpinem Gelände dennoch erforderlich.

Bergsteigerdorf Vent
Aufgrund des Prädikats Bergsteigerdorf gibt es in Vent verständlicherweise keinen Campingplatz bzw. Stellplatz.

Vent liegt auf einer Seehöhe von 1.890 m. Das Prädikat „Bergsteigerdorf“ bekam der kleine Ort hoch oben in den Ötztaler Alpen zusammen mit weiteren 20 Bergdörfern in den Alpen von den Alpenvereinen verliehen. Besonders ursprüngliche Orte mit Alpingeschichte, und da kann Vent wirklich einiges bieten, einem funktionierenden Dorfleben und einem weitgehend intakten Landschaftsbild sollten in ihrer nachhaltigen Entwicklung unterstützt werden.

In Vent können Sie der hektischen und lauten Welt entfliehen. Auf den Spuren steinzeitlicher Jäger und Händler geht es durch archaische Naturräume. Genießen Sie die Ruhe und klare Bergluft und schauen Sie den Bergen einfach nur beim „Wachsen“ zu. Der Begriff Zeit bekommt plötzlich eine ganz andere Bedeutung. Ruhe kehrt ein und Sie finden zu sich selbst.

Auf den geführten Wanderungen werden Sie viel über die Natur, die Steine, Gletscher und Kulturgeschichte der Ötztaler Alpen erfahren.

Campingplatz
Der Naturcampingplatz in Huben im schönen Ötztal liegt ruhig und abgelegen. Naturcamping bedeutet nicht, dass man hier auf Komfort verzichten müsste. Die Stellplätze sind befestigt (Gras) und es gibt sehr gute Sanitäreinrichtungen sowie einen beheizten Aufenthaltsraum.
Ein Restaurant auf dem Platz, das Café “Beim Ernst“ lädt zum geselligen Beisammensein ein. Bei einem kühlen Hellen und uriger Tiroler Jause mit Speck, Käse und Brot aus dem eigenen Backofen, ist’s besonders gemütlich. Das Mehl für das Brot wird auf traditionelle Art in der eigenen Mühle hergestellt. Es werden auch Grillabende angeboten.
Wirklich idyllisch ist der Wildbach, der durch den Campingplatz fließt. Gesäumt wird er von herrlich alten Bäumen.

Bergsteigerdorf Vent

Reiseprogramm: (Änderungen vorbehalten)
1. Tag: Anreise
Anreise ins schöne Ötztal auf Ihren Campingplatz in Huben. Dort ist für Sie der Platz reserviert. Begrüßung und Kennenlernen am späten Nachmittag und kurze organisatorische Besprechung der Wanderwoche.

6 Übernachtungen auf dem Naturcampingplatz in Huben (Ötztal), ca. 25 km von Vent entfernt.

Rofenhöfe und Barteb`ne (siehe Pfeile)

2. Tag: Eingewöhnungstag – Spaziergang zu den Rofenhöfen und Fahrt zur Stableinalm

Am Morgen geht es mit dem Tourbus nach Vent. Heute heißt es erst einmal ankommen in Vent und sich an die Höhe gewöhnen bei einem gemütlichen Dorfrundgang und Spaziergang über die Barteb`ne zur Hängebrücke bei den Rofenhöfen, der höchstgelegenen bäuerlichen Dauersiedlung der Ostalpen auf 2.014 m Höhe.

Am Nachmittag Fahrt mit den Sesselliften Wildspitz und Wildes Mannle von Vent aus hinauf zur Stableinalm (2.365 m Höhe) und weiter bis auf 2.646 m Höhe. Hier endet unsere Fahrt mit dem Lift und wir können herrliche Ausblicke auf die umliegende Bergwelt genießen. Eine kleine Wanderung von gut 1,5 – 2 Stunden durch ehemals vergletschertes Gebiet und zu dem kleinen Gletschersee des Rofenkarferners ist vorgesehen. Wer nicht mit dem Sessellift Wildes Mannle weiterfahren möchte, steigt an der Stableinalm aus, wo es einen hervorragenden Kaiserschmarrn geben soll!
Rückfahrt mit dem Sessellift (Letzte Talfahrt von Stableinalm: 17 Uhr).

Gemeinsames Abendessen in Vent. Anschließend schauen wir uns noch die Naturparkausstellung im Widum in Vent an. Danach fahren wir zurück zum Campingplatz nach Huben.

Anspruch Vent – Rofenhöfe und zurück: 4,5 km, 200 Höhenmeter (bergauf-bergab).
Wanderung Richtung Gletschersee des Rofenkarferner (Rundweg): 3,5 km, 300 Höhenmeter (bergauf-bergab, auch nur ein Teilstück gehen ist möglich).

Haflingerweiden oberhalb der Rofenhöfe

3. Tag: Durch die Rofenschlucht in Richtung Hochjoch Hospiz 
Am Morgen geht es vom Campingplatz mit dem Tourbus nach Vent. Von dort aus geht es zunächst wieder zu den Rofenhöfen und dann weiter zu den Haflingerweiden und durch die spektakuläre Rofenschlucht. Mitte des 19. Jahrhunderts ist der Vernagtferner mit seiner Zunge immer wieder in die Rofenschlucht vorgestoßen und hat den Rofenbach aufgestaut. Ein riesiger Eisstausee bildete sich dann unterhalb des Hochjoch Hospiz. Immer wieder hat es Eisstauseeausbrüche gegeben. Sie lockten Wissenschaftler und Schaulustige nach Vent. Spuren der Vergletscherung findet man überall.

Rückfahrt nach Huben am späten Nachmittag.

Anspruch Vent – Rofenhöfe – Rofenschlucht – Vent: 13 km, 400 Höhenmeter (bergauf-bergab).

Optional: Auf Wunsch kann die Wanderung auch bis zum Hochjoch Hospiz (Alpenvereinshütte auf 2.413 m Höhe) fortgesetzt werden. Einzelheiten zu diesem Streckenabschnitt werden wir mit den Teilnehmern Vorort besprechen.

Anspruch
Vent – Hochjoch Hospiz – Vent: 18 km, 720 Höhenmeter (bergauf-bergab).

Video: Wanderung duch die Rofenschlucht in Richtung Hochjoch Hospiz

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Archäologischer Wanderweg mit der Gipfelpyramide des Similaun im Blick

4. Tag: Auf dem Ötztaler Urweg in Richtung Martin-Busch-Hütte 
Auch heute geht es mit dem Tourbus nach Vent. Hier beginnt unsere Tageswanderung auf dem bequem zu gehenden Ötztaler Urweg (archäologischer Wanderweg A2, gut ausgebauter Fahrweg) durch das Niedertal in Richtung Martin-Busch-Hütte – den heiligen Berg Similaun dabei immer im Blick. Der Ötztaler Urweg ist Teil einer alten Handelsroute, auf der Menschen der Jungsteinzeit, auch Ötzi, der Mann aus dem Eis, vor mehr als 5.000 Jahren unterwegs waren. Im Mittelalter nutzten Pilger diesen Weg, um von Augsburg aus nach Santiago de Compostela zu gelangen. Seit gut 600 Jahren wird der Ötztaler Urweg auch für den Schaftrieb vom Südtiroler Schnalstal ins hintere Ötztal genutzt.

Der Weg führt zu Originalschauplätzen, an denen steinzeitliche Jäger und Händler gerastet, übernachtet (Hohler Stein), kultische Rituale vollzogen und Gottheiten verehrt haben (Kaser).

Rückfahrt nach Huben zum Campingplatz am späten Nachmittag. 

Tagesziel sind die geheimnisvollen Steinanordnungen auf der Kaser.
Anspruch Vent – Kaser – Vent: 10 km, 350 Höhenmeter (bergauf-bergab).

Optional Auf Wunsch kann die Wanderung auch bis zur Martin-Busch-Hütte (Alpenvereinshütte auf 2.501 m Höhe) fortgesetzt werden.
Anspruch Vent – Martin-Busch-Hütte – Vent:  18 km, 850 Höhenmeter (bergauf-bergab). Einzelheiten zu diesem Streckenabschnitt werden wir mit den Teilnehmern Vorort besprechen.

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Zirbenwald

5. Tag: Ausflug nach Obergurgl – Wanderung durch den Zirbenwald ins Rotmoostal
Mit dem Tourbus geht es heute nach Obergurgl. Vom Parkplatz aus geht unsere Wanderung in Richtung Zirbenalm und dann weiter durch einen herrlich alten Zirbenwald (Naturdenkmal), vorbei am Rotmooswasserfall, in das breite Rotmoostal. An der Schönwieshütte auf 2.262 m Höhe bietet sich die Gelegenheit für eine Rast und Einkehr.

Wie weit es uns in das eiszeitlich geprägte und landschaftlich besonders schöne Rotmoostal ziehen wird, entscheiden wir vor Ort. Der Rückweg führt wieder durch den schönen Zirbenwald. Tief durchatmen und genießen.

Nach der Wanderung geht es mit dem Tourbus zurück nach Huben.

Anspruch Obergurgl – Schönwieshütte – Obergurgl: 10 km, 450 Höhenmeter (bergauf-bergab). Plus: Wanderung in das Rotmoostal und zurück zur Schönwieshütte  max. 5 km, 100 Höhenmeter (bergauf-bergab).

Optional Aufstieg von der Schönwieshütte aus zur Hohen Mut Alm, die auf einem Gipfelplateau liegt. Von der Hohe Mut Alm hat man einen traumhaften Blick auf 21 Dreitausender und Dutzende Gletscher (Gehzeit: circa 1,5 Std., 3 km, 400 Höhenmeter, die Tour Variante werden wir mit den Teilnehmern Vorort besprechen).

Die Hohen Mut Alm liegt auf 2.670 m Höhe und dort befindet sich ein Naturpark Infopoint mit der Ausstellung Gletscher, Klima und hochalpine Forschung. Anschließend geht es mit der Hohen Mut Bahn talwärts zurück nach Obergurgl (Kosten der Talfahrt: nicht im Reisepreis enthalten).

Anspruch Obergurgl – Schönwieshütte – Hohe Mut Alm – Obergurgl: 8 km, 850 Höhenmeter (bergauf, letzte Talfahrt Hohe Mut Bahn: 16 Uhr).

Rotmoostal

6. Tag: Köfels-Felssturz mit Stuibenfall und Wanderung zur Schweinfurter Hütte
Mit dem Tourbus geht es heute nach Niederthai bei Umhausen. Niederthai liegt auf rund 1.540 m Höhe im Horlachtal, einem Seitental des Ötztals.

Zunächst fahren wir zum Felssturz zu Köfels. Er ist der größte Felssturz der Zentralalpen. Vor etwa 9.600 Jahren ereignete sich die Katastrophe. Rund 3 Kubikkilometer Gestein stürzten vom gegenüberliegenden Berg in die Tiefe und riegelten das Ötztal auf einer Länge von circa 3 Kilometern ab. Ein neuer Berg war entstanden: der Tauferberg. Das Wasser der Ötztaler Ache staute sich im Längenfelder Becken zu einem riesigen See. Von Umhausen aus geht es den Tauferberg hinauf nach Niederthai. Auch hier gab es einen See, wovon Seeterrassen zeugen.

Von Niederthai aus unternehmen wir eine Wanderung entlang des Horlachbaches bis zur Schweinfurter Hütte auf 2.028 m Höhe. Hier besteht die Möglichkeit zur Einkehr. Am frühen Nachmittag sind wir wieder zurück in Niederthai. Nun folgen wir dem Lauf des Horlachbaches bis zur Aussichtsplattform Stuibenfall, mit 159 Meter Fallhöhe der höchste Wasserfall Tirols. Erleben Sie die Kraft der tosenden Wassermassen unter Ihren Füßen.

Am Gasthof Stuibenfall endet unsere Wanderung (Möglichkeit zur Einkehr). Danach geht es zurück nach Huben auf Ihren Campingplatz.

Anspruch Niederthai – Schweinfurter Hütte – Niederthai: 12 km, 500 Höhenmeter (bergauf-bergab).

Plus: Niederthai – Aussichtsplattform Stuibenfall, 2 km, 150 Höhenmeter (bergab, es besteht die Möglichkeit, den Tourbus zunehmen).

Stuibenfall bei Umhausen

7. Tag: Heimreise 

Termin
7 Tage vom 03.07. – 09.07.2022

Leistungen
Reiseorganisation, deutschsprachige Reisebegleitung, örtliche Führungen laut Programm

Campingplatzgebühren
6 Übernachtungen Naturcamping Huben mit Restaurant 

1 x Essen in Vent
1 x Kaffeejause (1 Tasse Kaffee und 1 Stück Kuchen)

• 5 geführte Wanderungen laut Programm

Shuttle Shuttle-Service (Hin- und Rückfahrt): 3 x Vent, 1 x Obergurgl, 1 x Niederthai

Fahrt mit den Sesselliften Wildspitz und Wildes Mannle

Infomaterial

Im Reisepreis nicht enthalten
Evtl. Talfahrt mit Hohe Mut Bahn

Mindestteilnehmerzahl
Bis 4 Wochen vor Reisebeginn zu erreichende Teilnehmerzahl:
6 Personen (max. 10)

Reiseleitung
Dipl. Geograph Jürgen Apel

Dipl. Geographin Heidi Rüppel und Dipl. Geograph Jürgen Apel
Heidi Rüppel und Jürgen Apel

Preis
1.295 EUR
Wohnmobil/Caravan mit 2 Personen

895 EUR
Wohnmobil/Caravan mit 1 Personen

Jede weitere Person über 18 Jahre: auf Anfrage

Für unsere Touren führen wir Corona bedingt vorerst nur Teilnehmerlisten.
[… mehr Infos >>]

Wichtiger Hinweis
Reiseveranstalter: geokulturzeit UG (haftungsbeschränkt)

Änderungen vorbehalten.